Wichtige Information für Buchbestellungen / Important information for book orders


Bitte beachten Sie bei Ihren Buchbestellungen für den Lesesaal der Wissenschaftlichen Spezialbibliothek:

Aufgrund von Umstrukturierungen von Januar bis Ende Mai 2019 sind ganze Bestandsbereiche nur eingeschränkt verfügbar. – Das bedeutet konkret, dass bestellte Bücher in diesem Zeitraum ggf. nicht oder nur nach einer längeren Wartezeit im Lesesaal bereitgestellt werden können.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an Frau Obi und Frau Zimmermann unter lesesaal@ijb.de.

Following facts apply for book orders to our reference library:

Because of a reorganisation of the library stock from January until the end of May 2019, books are partly not at all available or are partly available only after a longer waiting period.

Thank you for your understanding!

For questions or information regarding book orders please contact Lucia Obi and Nadine Zimmermann: lesesaal@ijb.de

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Die Gewinner des diesjährigen Kalenderblatt-Wettbewerbs stehen fest!

Seit 2011 gibt die Stiftung Internationale Jugendbibliothek einen mehrsprachigen illustrierten Kalender mit Kindergedichten heraus. Er erscheint seit diesem Jahr unter dem Titel „Der Kinder Kalender“ in der edition momente. Wie bereits 2017 konnten Kinder in dem Kalender ein dafür vorgesehenes freies Blatt mit eignen illustrierten Gedichten gestalten und dieses im Rahmen eines Wettbewerbs einreichen.

Die Giraffe (Klara, 5)

In diesem Jahr haben mehr als 300 Kinder, Jugendliche und sogar ein paar Erwachsene an dem Wettbewerb teilgenommen. Darunter waren auch zahlreiche Gemeinschaftswerke aus Kindergärten, Schulen und Horten oder von Freunden und Geschwistern. Sie kamen aus allen Gegenden Deutschlands, aus Österreich, der Schweiz, Italien, Norwegen und sogar aus Neuseeland. Einige Gedichte waren sogar zweisprachig! Genauso breit gestreut wie die Herkunft der Beiträge waren die Themen der Blätter: neben jahreszeitlichen Gedichten, ging es um Familie, Tiere, Freundschaft, Schule und vieles mehr. Im Grunde genommen bildet der Wettbewerb damit ab, was auch für den „Kinder-Kalender“ selbst kennzeichnend ist: er breitet ein kleines Universum von fröhlichen, nachdenklichen und unterhaltsamen Kindergedichten aus

Eine Jury hat aus den Einsendungen der Kinder acht illustrierte Gedichte ausgewählt, die sie besonders textlich und künstlerisch überzeugt hat. Zu der Jury gehörten die Illustratorin Susanne Straßer, der Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer Michael-Uwe Gutzschhahn, die SZ-Redakteurin Andrea Schlaier, die Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek Dr. Christiane Raabe sowie Ute Konstanzer und Dr. Élodie Malanda von der Internationalen Jugendbibliothek.

Das Tierheim (4. Klasse der Johannes-Schule Berlin)

Die Gewinner Elsa aus Bamberg (8), Emmi aus Berlin (9), Klara aus Nürnberg  (5), Lydia aus Berlin (o.A.), Mael aus Stuttgart (10), die Geschwister Joshua (6), Louisa (8) und Emilia (11) aus Kiel, die Geschwister Paul und Emil aus Lübeck und die 4. Klasse der Johannes-Schule Berlin dürfen sich nun über eine Veröffentlichung ihres Kalenderblatts auf unserer Homepage und einen Kinder Kalender 2019 freuen.

Hier könnt ihr die Gewinnerbeiträge bewundern:

Wir gratulieren herzlich und bedanken uns bei ALLEN, die mitgemacht haben, für die vielen tollen Ideen und kreativen Beiträge und freuen uns auf eine dritte Runde in 2019!

Öffnungszeiten während der Weihnachtsferien

Neujahrskarte

Vom 24. Dezember 2018 bis einschließlich 1. Januar 2019 bleibt die gesamte Bibliothek geschlossen.

Die Kinderbibliothek öffnet wieder am 2. Januar 2019 und an diesem Tag bereits um neun Uhr.

Die Ausstellungen, das Binette-Schroeder-Kabinett und das Michael-Ende-Museum können am Wochenende 5./6. Januar 2019 von 14 – 17 Uhr besichtigt werden.

Der Lesesaal öffnet wieder am Montag, 7. Januar 2019.

Frohe Feiertage!

Our opening hours during the Christmas holidays

The library is closed from December 24th 2018 until January 1st 2019.

The Children’s Library is open from January 2nd on, and welcomes you and your family on Wednesday, January 2nd already from 9 am on.

All exhibitions, as well as Binette Schroeder Cabinet and Michael Ende Exhibition are open on the weekend of January 5th/6th from 2 to 5 pm.

The reference library opens again on Monday, January 7th 2019.

Happy Holidays!

PM: James Krüss Preis 2019 geht an Frida Nilsson

Auch ihre Übersetzerin Friederike Buchinger wird geehrt.

Auszug aus der Jurybegründung:

Die schwedische Autorin Frida Nilsson ist eine Ausnahmeerscheinung der modernen Kinderliteratur. Die Achtung vor dem Kind und seinem Weltbild, das Gespür für seine Verletzlichkeit sowie ein unverbrüchlicher Gerechtigkeitssinn sind Aspekte, die Frida Nilssons Werk kennzeichnen. In ihren Geschichten reichert sie einen radikal sozialkritischen Realismus mit fantastischen Verfremdungseffekten an. Damit steht sie in der schwedischen Erzähltradition Astrid Lindgrens, die sie erneuert und ins 21. Jahrhundert überführt. Ihr Humanismus und ihr klares Bekenntnis zur Kindheit als einem autonomen Freiheitsraum machen sie zu einer würdigen Preisträgerin im Namen von James Krüss.

(c) Mia Carlsson

Wie James Krüss ist Frida Nilsson eine begnadete Erzählerin und eine Meisterin der spannenden Dramaturgie. Sie beherrscht viele Spielarten des Humors […] und widmet sich in lakonisch-heiterem Ton den großen Fragen der Zeit. […] In ihren Kinderbüchern verbinden sich Weltentdeckerglück, Neugier und die Ahnung von dem aufziehenden Ernst der Erwachsenenexistenz. Konsequent aus der Weltsicht des Kindes erzählt,bleibt das Leben der Erwachsenen rätselhaft und undurchschaubar.

Mit Frida Nilsson wird ihre deutsche Übersetzerin Friederike Buchinger ausgezeichnet, die alle Romane der schwedischen Autorin ins Deutsche übersetzt hat. Diese erscheinen im Gerstenberg Verlag.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, dem 4. Juli 2019, um 19.30 Uhr in der Internationalen Jugendbibliothek statt,

Die Preisträgerin und ihre Übersetzerin werden anwesend sein.

Zum Preis

Der JamesKrüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur wird alle zwei Jahre vergeben. Mit dem Preis wird das Werk eines Kinder- und Jugendbuchautors ausgezeichnet, das durch sprachliche Brillanz, Originalität, fantasievolles Erzählen, Formenvielfalt und Humanität überzeugt. Im Falle eines ausländischen Preisträgers wird der Preis auch für die deutschsprachige Übersetzung seines Werkes vergeben. Stifter des Preises ist die James Krüss Erbengemeinschaft, die ihn 2012 ins Leben rief und die Internationale Jugendbibliothek mit der Durchführung des Preises beauftragt hat. Der James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur ist mit 8.000 Euro dotiert.

Bisherige Preisträger

2013: Joke van Leeuwen (Autorin) / Hanni Ehlers und Mirjam Pressler (Übersetzerinnen)

2015: Frank Cottrell Boyce (Autor) / Salah Naoura (Übersetzer)

2017: Andreas Steinhöfel

Die Jurymitglieder 2018/2019

Robert Elstner, Christiane Raabe, Ralf Schweikart, Tilman Spreckelsen und Emer O’Sullivan

Disappeared books of Socialist Yugoslavia

Report on the rare findings
by Dr. Lilijana Burcar, guest researcher at the International Youth Library
in summer 2018

The central part of my research, which I conducted at the IYL between 1st July and 30th September 2018, focused on poverty in children’s literature and the differences in approaches to this issue between realistic fiction of the former Socialist Federal Republic of Yugoslavia and mainstream Anglo-Saxon children’s literature. I consulted more than 600 books and the findings were not surprising. Unlike their Western counterparts, Yugoslav authors in their socially engaged realist fiction paid special attention to systemic investigation of the root causes of poverty, drawing attention to the structural inequalities and the need for their systemic overcoming. But my research into socially engaged children’s literature of the Yugoslav authors also yielded another, a very worrisome and shocking result. Upon my scouring of the IYL archive, it quickly became apparent that the majority of the holdings the IYL has of Yugoslav children’s literature produced between 1945 and 1989 in general – that is, regardless of the topic it deals with – can be today already classified as precious rarities despite the fact that only twenty-five years have elapsed since the dismantling of the socialist Yugoslavia. This is due to the historical revisionism and deliberate, ideologically-driven retrospective distortion of socialist reality which followed in the wake of the destruction of Yugoslavia after 1991. Historical revisionism is one of the ideological axes of the newly created mini capitalist states in the Balkans. It has rested on an implicit or explicit smear campaign against the achievements of socialism, thus also providing a platform for the justification of the nationalistic enclavisation of the Balkans after 1991. To justify the imposition of the new capitalist order, which is based on the combined promotion of capitalist social relations and nationalism, everything associated with socialism, including children’s literature, has been removed from public libraries (and archives). This happened either en masse overnight, or in some other cases gradually over two decades under the flimsy pretext that libraries are bursting at seams and are supposedly no longer able to accommodate older books for children and young adults while taking on new ones although their production after 1991 has been meagre.

My research shows that the unexpected rarities that IYL holds with regard to the Yugoslav literature produced between 1945 and 1990 can be divided into several categories and subcategories. The main category, however, includes those children’s books that deal directly with the issue of poverty, with the hard working and living conditions facing the majority of people in capitalism be it an industrial or agricultural sector, and with the issue of socialist revolution that turned this reality upside down. These two major strands of children’s literary production were the first types of books that disappeared from public libraries and their archives overnight. This list of disappeared books is headed by a specific subgenre, which includes those children’s books that deal specifically with the partisan movement and the collective effort to bring about the socialist revolution in an organized fight for a better future. In this respect, Yugoslavia amongst others produced a special series of picture books in which the focus is placed on the most important historical battles between the Yugoslav partisans and the Nazi occupational imperialist army that took place between 1941 and 1945. These were the key battles that went down into the annals of WWII history as decisive battles that took place in the Balkans and had wider implications for the way the events turned out at the end of WWII, of course in favour of the Western allies who therefore eventually started supporting the partisan movement. The IYL has a complete first part of this series, which includes four different titles (Užička republika, Igmanski marš, Bitka za ranjenike and Desant na Drvar). In the republics of former Yugoslavia, these are today indeed a rarity to behold. If you go in search of the entire series, this is a mission condemned to failure. If you go in search of individual titles in the series, it is like going in search for a needle in a haystack, the haystack being all of the former republics of Yugoslavia. For example, Desant na Drvar (The Desant on Drvar) is a picture book with accompanying text that documents the Nazi SS parachuters’ attack against the partisan main military headquarters and its leader Tito. The headquarters was stationed in Drvar at the time of one of the last major offensives in the first half of 1944 in this part of the Balkans. With 15.000 copies printed in Sarajevo in 1974 alone, not a single copy from this batch is today held by any of more than 900 public libraries in Slovenia according to the online Cobiss catalogue that covers public libraries in the entire region. In Serbia, only two copies remain and are both held by the National library, in Macedonia there is one copy that can be viewed only on the premises of the National library’s reading room and the same goes for Bosnia and Hercegovina and Montenegro with only one copy still available for viewing on each of the two libraries’ premises. That makes altogether only 5 copies of the 1974 edition, which carried 15.000 copies, still around in five out of six former republics of Yugoslavia. This makes one housed by the IYL in Munich indeed a rarity.

The above is just one of many, that is, hundreds and hundreds of examples. The era of socialist Yugoslavia was the most prolific period in the history of quality children’s literature production in this part of the world. Its authors, illustrators and publishing houses such as Mladinska knjiga and Školska knjiga enjoyed a world-wide reputation with their works fetching many major international prizes at fairs such as those in Frankfurt and Bologna to say the least about TV series they gave rise to and which also fetched major prizes at film festivals across the globe. Yet all in all, children’s (and YAL) books of all kinds, be it picture books, short stories, school primers and novels associated with the socialist period and on topics of all kinds are being systematically made to disappear. They are being eliminated from public libraries’ holdings, with only a few boutique copies still randomly in place and mostly off limit to the general public. It is therefore imperative for IYL to declare its collection of socialist Yugoslav literature a special collection and to digitalise its holdings on the socialist Yugoslav literature, for at least two thirds of which I managed to establish are rarities. By putting these books online, the IYL would not only give them a new lease of life thus ensuring the continuity of their existence but also possibly put them back into circulation among young readers, their parents, and the rest of the adults and scholars. All of us would most certainly benefit from its comeback in these much troubled and difficult times, no matter how numerically modest the IYL collection might be in its actual size.

PM: So leben sie noch heute. Europa illustriert die Grimms

Die neue Jahresausstellung der Internationalen Jugendbibliothek:
„So leben sie noch heute. Europa illustriert die Grimms“

vom 7. November 2018 bis Oktober 2019
Eintritt 2 Euro. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-16 Uhr, Sa/So 14-17 Uhr.

Die Kinder- und Hausmärchen von Jacob und Wilhelm Grimm sind das weltweit meistübersetzte Werk deutscher Sprache. Die Ausstellung „So leben sie noch heute: Europa illustriert die Grimms“ nimmt die Rezeption der Märchen durch die europäische Illustrationskunst in den Blick. Die Bücherauswahl zeigt, wie die kanonisierten Texte der Brüder Grimm, eine Ikone deutscher Kultur, in anderen europäischen Ländern interpretiert oder aktualisiert werden. Illustratorinnen und Illustratoren aus 17 Ländern haben sich ihre ganz eigenen Bilder der Grimmschen Märchen gemacht. So versetzen sie Rotkäppchen in einen Großstadtdschungel (Roberto Innocenti), lassen Hänsel und Gretel durch einen Comic irren (Sophia Martineck) oder gestalten die Bremer Stadtmusikanten als Arbeiterparabel (Claudia Palmarucci). Mit Humor und künstlerischem Engagement suchen sie neue Bilder für die bekannten Märchen der Brüder Grimm und machen deutlich, wie dehnbar die Märchenstoffe sind.

Die Ausstellung ist ein Beitrag zum europäischen Kulturerbejahr 2018 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Zur Ausstellung werden Workshops für Schulklassen angeboten.
Über eine Ankündigung oder einen Bericht würden wir uns sehr freuen. Weitere Informationen und Bildmaterial stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüße
Presse- und Programmarbeit
Tel. 089/891211-30 E-Mail: presse@ijb.de

1001 Nacht reloaded. Rückblick auf die Tagung „Märchenhafter Orient.“

Dass das westliche Orientbild viel mehr über die Fantasien des Westens aussagt, als über den sogenannten „Orient“, hat Edward Said schon 1978 in seinem Werk Orientalism gezeigt. Angesichts der Aktualität des Themas „Orientbild“ haben die Internationale Jugendbibliothek und die Ludwig-Maximilians-Universität München zu einer Tagung zum Thema „Märchenhafter Orient. Projektionen eines Landes der Phantasie“ eingeladen.

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Sechzehn Kulturwissenschaftler kamen in Schloss Blutenburg zusammen, um über den Einfluss des historischen und des heutigen Orientbildes auf westliche Werke zu diskutieren. Ziel war es, das Orientbild in europäischer und amerikanischer Literatur, sowie in Film, Musik, Computerspielen und Alltagskultur kritisch zu beleuchten. Denn unser Orientbild ist seit jeher von einer Dualität geprägt und variiert, je nach Genre, nach Autor oder nach Thema, zwischen dem märchenhaften Bild eines 1001 Nacht-Orients und dem barbarischen Bild eines Orients der Kreuzzüge- und Terroranschlägen.

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