En boktroll på tur

Unsere Expertin für deutschsprachige und skandinavische Kinder- und Jugendliteratur, Ines Galling, besuchte die Høgskule på Vestlandet in Bergen und die Nordisk Barnebokkonferanse (NBBK) in Stavanger – ein Nachbericht.

Ich bin oft in Norwegen unterwegs, doch in den beiden Küstenstädten Bergen und Stavanger war ich schon seit längerem nicht. Deswegen war es natürlich extraschön, dort zu Gast zu sein: Bergen begrüßte mich zwar mit dem nicht unüblichen Regen, doch der neue Campus Kronstad, wo die Hochschule des Westlandes ihr Quartier bezogen hat, beeindruckte trotzdem:

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Bergen | Foto: IJB

Auf einem verlassenen Industrieareal errichtet, hat man die alten Gebäude zum Teil in den Neubau integriert und so tolle Veranstaltungsräume wie den „Fyrrommet“ geschaffen – mit loderndem Kamin und einladenden Sofas. Dort über die Geschichte und Aufgaben der IJB zu sprechen, war natürlich premium. Gekommen waren u. a. Studierende des Masterstudiengangs Kinder- und Jugendliteratur, Lehrende und Bibliothekare. Das Interesse an unserer Arbeit war groß – und es kam auch die Idee auf, vielleicht bald wieder eine Ausstellung von uns zu leihen: Vor einiger Zeit zeigten die Bergenser nämlich unsere Wanderausstellung „In 80 Karten um die Welt“ – und jetzt hatten sie die Ausstellung anlässlich meines Besuchs doch tatsächlich noch mal aufgebaut. Das war natürlich nicht nur premium, sondern megapremium! Weiterlesen

IYL tours Costa Rica

“Ways Out of No Man’s Land” – IYL’s travelling exhibition was shown in Costa Rica to encourage cultural participation of young people

In 2016, our travelling exhibition “Caminos para salir de la tierra de nadie” (engl. “Ways wa-wege_2016_universidad-de-costarica-sede_09_inaugrigationOut of No Man’s Land”) toured through Costa Rica in Central America. The exhibits were shown in schools and universities as part of a cultural project that was organized by Fundación Leer / IBBY Costa Rica. The project aimed at encouraging children and young adults to actively participate at creating cultural life, and additionally at strengthening the capacities of teachers and librarians to facilitate this process.

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Pressefrühstück 2017

Wie schon in den Vorjahren möchten wir Sie auch heuer wieder in gemütlicher Runde über das geplante Programm 2017 informieren. Im Namen von Frau Dr. Raabe lade ich Sie deshalb herzlich ein zum Pressefrühstück in der Internationalen Jugendbibliothek am Donnerstag, den 2. Februar 2017.

Um 11 Uhr haben Sie die Möglichkeit, einen Blick in das komplett sanierte und gereinigte Büchermagazin zu werfen, das nach gut sechs Jahren nun endlich in neuem Glanz erstrahlt. Im Anschluss an die kleine Führung, etwa gegen 11.30 Uhr, würden wir Ihnen dann bei Weißwurst und Butterbrezn kurz und knapp ausgewählte einiges über die Höhepunkte unseres Jahresprogramms erzählen, z.B.

  • über Wissenschaftler, die kontrovers über Teile unserer Sammlung diskutieren (Hans-Baumann-Tagung am 17. Februar / Download Flyer)
  • über Bücher die von Büchern erzählen (neue Ausstellung ab Ende Februar!)
  • über Prominente, die von den Büchern ihrer Kindheit erzählen (neue Veranstaltungsreihe!)
  • über Autoren, die so toll schreiben, dass sie mit dafür mit Preisen ausgezeichnet werden (James-Krüss-Preisverleihung am 29. Juni!)
  • und über all das, was wir unseren Besuchern sonst noch so zu bieten haben  – den Tag der offenen Tür, eine Lyrikmatinee, ein Märchenfest und noch vieles mehr

Gerne stellen wir uns Ihren Fragen, Anregungen und Ideen dazu.

Wir hoffen, dass Sie dabei sind! Zur besseren Planung bitten wir um kurze Rückmeldung:
carolagaede@ijb.de

Geschichte/n erzählen – Wissenschaftliche Tagung

17. Februar 2017, 10 – 17.30 Uhr
Geschichten erzählen und Geschichte erzählen
Hans Baumann – Jugendbuchautor, Dichter und Übersetzer
Tagungsflyer

Hans Baumann (1914-1988) war einer der erfolgreichsten Jugendbuchautoren der Nachkriegszeit. Bis in die 80er Jahre veröffentlichte er mehr als 100 Kinder- und Jugendbücher und übersetzte zudem Gedichte, Fabeln und kanonisierte Texte vornehmlich aus dem Russischen. Zeitlebens blieb er als Verfasser von nationalsozialistischen Indoktrinations- und Kampfliedern jedoch umstritten.

Der literarische Nachlass von Hans Baumann wird seit 2015 mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Autographen-Portal Kalliope erschlossen. Ab Juni 2017 wird das Nachlassmaterial im Lesesaal der Internationalen Jugendbibliothek für Forschungen und Recherchen vollständig zur Verfügung stehen. Anlässlich der Erschließung dieses literarisch, kulturpolitisch und zeitgeschichtlich interessanten Nachlasses widmet sich eine wissenschaftliche Tagung dem Werk Hans Baumanns.

Programm
Zwischen Stabilisierung und Aufstörung?
Hans Baumann und das Erzählen von Geschichte(n)
Prof. Dr. Carsten Gansel

Historisches Erzählen in Hans Baumanns Jugendromanen:
Traditionslinien, Brüche, Gattungen
Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp

Erinnerungen eines Literaturhistorikers an die
Zusammenarbeit mit Hans Baumann
Prof. em. Winfred Kaminski

Der Blick auf das Fremde in Hans Baumanns Jugendromanen
und –sachbüchern
Dr. Michael Schmitt

Der ‚Typus‘ Hans Baumann – zur Karriere eines Schriftstellers
im Nationalsozialismus
PD Dr. Wilhelm Haefs

Erinnerungen eines Verlegers an die Zusammenarbeit mit
Hans Baumann
Hans-Joachim Gelberg

Die Tagung ist kostenfrei.
Anmeldung unter: anmeldung@ijb.de

Tagungsflyer

Weihnachtsgeschenk für die Internationale Jugendbibliothek

Dringend notwendige Reinigungs- und Sanierungsarbeiten im unterirdischen Büchermagazin auf Schloss Blutenburg können endlich abgeschlossen werden. Das Bundesfamilienministerium fördert die Maßnahme mit einer einmaligen Zuwendung von 150.000 Euro. Übergabe des Bescheids am 22. Dezember 2016 um 10.30 Uhr durch Bettina Bundszus, Abteilungsleiterin im Bundesministerium.

Die Internationale Jugendbibliothek verfügt über einen weltweit einzigartigen Bestand von über einer halben Million internationaler Kinder- und Jugendbücher in mehr als 130 Sprachen aus vier Jahrhunderten mit teils unikalen Buchausgaben. Zu den Kernaufgaben und Verpflichtungen der Internationalen Jugendbibliothek gehört es, diesen Buchbestand zu pflegen und dauerhaft zu erhalten, denn er ist die Basis für die Realisierung aller weiteren kultur- und bildungspolitischen Aufgaben der Bibliothek. Zu diesem Zweck wurden zwischen 2010 – 2016 dringend notwendige Reinigungs-und Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Aufgrund eines nicht ideal auf die Bücher abgestimmten Raumklimas im unterirdischen Magazinbereich in der Blutenburg in den 1980er und 90er Jahren war der sich dort befindende Hauptbestand erhöhten Staub-, Sporen- und mikrobiologischen Belastungen ausgesetzt und dringend sanierungsbedürftig. Erste Maßnahmen, wie z.B. die Installation eines neuen Belüftungssystems sowie die Reinigung einzelner Sammlungen, wurden bereits 2010 eingeleitet. Nun konnten die Reinigungs- und Sanierungsarbeiten dank einer großzügigen Zuwendung des Bundesfamilienministeriums nach gut sechs Jahren vollständig abgeschlossen werden. Insgesamt wurden rund 7.660 laufende Regalmeter mit ca. 400.000 Büchern gereinigt. Aneinandergereiht entspricht das in etwa der Entfernung von Schloss Blutenburg zum Hauptbahnhof (Luftlinie).

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Ein Rückblick auf die zweite Runde des Tandemprojektes der Internationalen Jugendbibliothek: „Wer bist du?“

Maganda, das klingt harmonisch, das klingt weich, das schmeichelt der Zunge. Das Wort sieht auch angenehm aus, in sorgsamer Schrift mit dickem violettem Filzstift auf einem kleinen Kärtchen notiert. Dieses Prachtexemplar haben wir zusammen mit Zungenbrechern wie škafiškafnjak und Lautmalerischem wie tarllabuq aus unserer Wortschatzkiste gefischt, um damit zu spielen. Maganda klingt nach einem großen, sanften Tier. Oder doch eher nach einer leckeren Frucht? Škafiškafnjak erinnert an Schaschlik. Tarllabuq reimt sich auf Erdrutsch und Quatsch. Was die Wörter wohl wirklich bedeuten und aus welcher Sprache sie sein mögen? Das ist erst mal ganz egal.

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Foto: Juliana Krohn

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PM: James Krüss Preis 2017 geht an Andreas Steinhöfel

Der James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur 2017 geht an den Autor Andreas Steinhöfel

Die Begründung der Jury
„Die Mitte der Welt, Dirk und ich, Rico, Oskar und die Tieferschatten: Mit seinen Romanen, die von staunenswerter Leichtigkeit, Originalität und Intensität geprägt sind, nimmt Andreas Steinhöfel seit vielen Jahren einen festen Platz in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur ein. Sein Werk setzt dort Maßstäbe, führt es doch vor, wie durch intensive Arbeit am Material Sprache und im Bewusstsein der erzählerischen Traditionslinien eine ganze Literatur weiterentwickelt werden kann. Nicht nur darin knüpft Steinhöfel an James Krüss an, dessen Protagonist Boy mit seinem Urgroßvater eine produktive Sprachskepsis zeigt, die Steinhöfels Rico zutiefst vertraut ist und dem wir wiederum Wortschöpfungen wie „Fundnudel“ und „Herzgebreche“ verdanken. Auch die Weltoffenheit und Toleranz, die das Werk von James Krüss prägen, ist den Romanen Steinhöfels eingeschrieben, die in zahlreichen übersetzten Ausgaben vorliegen und deren Autor auch als Übersetzer ins Deutsche wirkt. Weiterlesen