Jutta Speidel zu Gast in der Internationalen Jugendbibliothek

Bücher der Kindheit

Jutta Speidel liest aus Pippi Langstrumpf

Schloss Blutenburg, 24. Juli 2019: An diesem heißen Sommerabend empfing die Internationale Jugendbibliothek Schauspielerin Jutta Speidel zum Podiumsgespräch mit Niels Beintker vom Bayerischen Rundfunk zur sechsten Ausgabe der Veranstaltungsreihe Bücher der Kindheit. Mit Fächern ausgestattet saßen die rund 70 Gäste vor der Freiluftbühne und wurden von Stiftungsvorstand Clara Fernández López mit Worten über die Karriere und das herausragende soziale Engagement der Schauspielerin und Ehrenbürgerin Münchens begrüßt.

Als alte Gautingerin kennt Jutta Speidel die IJB natürlich seit Langem und ist immer wieder gerne zu Besuch hier. Neben ihrer Schauspielkarriere hilft sie seit über 20 Jahren mit ihrer Stiftung Horizont e.V. obdachlosen Kindern und Frauen in München. Im Sommer 2018 wurde das zweite Haus der Stiftung eröffnet, das dauerhaften und bezahlbaren Wohnraum für von der Obdachlosigkeit bedrohten Familien bietet. Um weiterhin Menschen zu unterstützen und sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren sucht sie immer tatkräftige Unterstützung.

„Mit Griebenschmalzbrot im Baum“

Literatur spielt für die Schauspielerin seit frühauf eine große Rolle in ihrem Leben. Es war vor allem die Großmutter, die ihr Interesse für das Zuhören und Lesen mit spannenden Geschichten wie Hans Guck- in-die-Luft oder Der Struwwelpeter weckte. Selbst saß sie dann oft „mit Griebenschmalzbrot im Baum“ oder versteckte sich mit einer Lampe ausgestattet unter der Bettdecke um ihre Bücher durch die Nacht zu lesen. Oft tauchte sie dabei tief in die Geschichten ein und verlor jegliches Zeit- und Raumgefühl. Mit diesen Erinnerungen an ihre Kindheit verbindet sie insbesondere die Lektüre von Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren und Die rote Zora und ihre Bande von Kurt Held! Die junge Jutta konnte sich nicht nur wegen ihrer rotblonden Haare mit den Titelheldinnen identifizieren, sondern auch wegen deren unkonventioneller Art: lustig und wild und was am wichtigsten ist, mit einem großen Herz ausgestattet. Nach dem Vorbild der roten Zora wurde Jutta Speidel sogar selbst zur Anführerin der Gautinger Bande! Sie findet, dass die beiden Figuren auch für die heutige Generation an jungen Mädchen weiter ein starkes Vorbild darstellen. Als kleines Schmankerl hatte sie sogar ihre Kindheitsausgabe der Pippi Langstrumpf dabei und las für das Publikum begeisternd vom ersten Schultag Pippis vor. Ihre Leidenschaft für Pippi und Zora konnte sie jedoch nicht an ihre eigenen Töchter weitergeben, die eher Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren oder Michael Endes Momo oder Die unendliche Geschichte bevorzugten. Aber das Vorlesen war für sie als Mutter natürlich sehr wichtig, wobei sie mit zwinkerndem Auge zugab, gerne den eigentlichen Buchtext zu Gruselgeschichten für ihre Töchter umgewandelt zu haben…

Vielen Dank für den wundervollen Abend an Jutta Speidel und Niels Beintker!

A.F.

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