Die „Alles Familie!“-Ausstellung auf Wanderschaft: Ausstellungseröffnung im Familienministerium NRW

Seit 2012 reist die Wanderausstellung „Alles Familie! Familiendarstellungen in aktuellen Bilderbüchern“ bereits durch die Lande und war bisher an beinahe 20 Ausstellungsorten zu sehen. Auf ihrer Wanderschaft machte sie in Schulen und Bibliotheken in Deutschland und sogar in Luxemburg Station, zuletzt wurde sie von ausgewählten Augustinum Seniorenresidenzen gezeigt, um einen generationenübergreifenden Dialog anzuregen.

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© MFKJKS NRW

Aufgrund der anhaltenden Nachfrage wurde die Ausstellung nun Ende 2015 überarbeitet und erstmals in ihrer neuen Form im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf präsentiert. Am 18. Februar 2016 wurde die Wanderausstellung dort unter Anwesenheit von etwa 60 Interessierten und Vertretern aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, darunter auch der Ministerialrat des Referats für Jugend und Bildung des Bundesfamilienministeriums, Herr Peter Joseph, eröffnet.

In ihrer Ansprache betonte die Familienministerin von NRW, Christina Kampmann, dass die Ausstellung verdeutliche, dass sich das Bild der Familie in den letzten Jahren sehr gewandelt habe.

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© MFKJKS NRW

„Moderne Bilderbücher greifen dies auf und stellen unterschiedliche Familienmodelle vor,“ so Kampmann. „Sie spiegeln die Familie wieder und prägen sie auch mit.“ Die Politik könne von dieser bunten Vielfältigkeit der Familien lernen und müsse diese in Ihrer Vielfalt und ihrem Wunsch nach mehr Zeit für ein gemeinsames Familienleben und beruflicher Entfaltung der Mütter, so das Ergebnis einer Studie, unterstützen. Abschließend rief die junge Ministerin anhand des Buches „An Großvaters Hand“ von Jianghong Chen, das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist, zu mehr Solidarität für Kinder aus Kriegsgebieten auf.

Im Anschluss schärfte Andrea Weitkamp, Bildungsreferentin des Kinder- und Jugendliteraturzentrum „jugendstil“ aus Dortmund, den Blick des Publikums für die vielfältigen Familiendarstellungen in der Ausstellung. Sie lud anhand ausgewählter Bildtafeln zum intensiven Entdecken der Ausstellung ein, und dazu, der eigenen Neugier und auftauchenden Fragen Raum zu geben. Dabei hob sie den Vorteil von Bilderbüchern gegenüber den Neuen Medien hervor: sie ermöglichen es, solange darin zu verweilen, wie man Lust hat, also das selbstbestimmte Schmökern der Kinder. Besonders gelungen war die Idee, vor dem Gang in die Ausstellung kleine Tütchen mit Papierstreifen an die Besucher zu verteilen. Die Papierstreifen waren auf der Vorderseite mit dem Ausschnitt eines Ausstellungsmotivs und auf der Rückseite mit einem konkreten Auftrag, der das genaue Betrachten des Bildes anregte, bedruckt.

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© MFKJKS NRW

Bevor das Publikum in die Ausstellung entlassen wurde, gab das Improtheater „Emscher Blut“ seine kurzweiligen Interpretationen zu ausgewählten Ausstellungsmotiven zum Besten. Das Trio, das von einem Musiker begleitet wurde, griff Illustrationen aus den Büchern auf, die sie in mal witzigen, mal nachdenklichen Stücken weiter spannen. So wurden aus den zwei Müttern mit Sohn in Jacky Gleichs „Wie heiraten eigentlich Trockennasenaffen?“ zwei Väter mit Tochter, die heiß darüber debattierten wie albern und ernsthaft man als Elternteil sein darf – und ob man sich Tomatenscheiben vor die Augen halten konnte, wenn die Schwiegermutter doch kurz vor der Tür stand. Das Publikum war von den Darbietungen sichtlich begeistert und ging im Anschluss sicherlich mit anderen Augen und einem geschärften Blick durch die Ausstellung. (Maria L. Weber)

 

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