Buchtipp: Vango. Zwischen Himmel und Erde

Endlich hält der Frühling ein bisschen Einzug lässt auf ein sonniges Wochenende hoffen, bei dem man sich mit einem Buch in die Sonne setzen kann! Falls Ihr dafür noch nach einem Buchtipp sucht, empfiehlt euch Frau Raabe heute spannenden Lesestoff:

Allein wegen dem Buchanfang sollte man Vango. Zwischen Himmel und Erde von Timothée de Fombelle  lesen. Der 19jährige Vango liegt im Jahr 1934 zusammen mit 40 anderen weiß gekleideten Priesteranwärtern ausgestreckt vor Notre-Dame in Paris auf dem Straßenpflaster, als er plötzlich fliehen muss. Wie Altaïr in Assassins’s Creek klettert er an der Kirchenwand hoch und entkommt seinen Verfolgern. Damit beginnt Vangos spannende Flucht, die ihn mit seiner mysteriösen Vergangenheit konfrontiert und den Leser immer wieder mit überraschenden Wendungen konfrontiert. Eine Geheimsekte, eine Liebesgeschichte, europäische Geschichte der 1920er und 1930er Jahren, all dies kommt in dem Roman vor, der so raffiniert komponiert ist, dass man die Geschichte nicht für konstruiert hält. Dazu bleibt auch gar keine Zeit, denn Vango ist unglaublich spannend.

Timothée de Fombelle: Vango. Zwischen Himmel und Erde. Aus dem Französischen von Tobials Scheffel. Hildesheim: Gerstenberg 2011

Twitter – Statusmeldungen in Echtzeit erhalten. Von Stars, Freunden und mehr.

Letzte Woche hatten wir ja schon einmal einen Beitrag eines Jugendlichen über das soziale Netzwerk Facebook. Heute gibt Euch Jason (14) aus dem Max-Plank-Gymnasium einen kleinen Einblick darüber, was es mit der Mikroblogging-Plattform Twitter auf sich hat. Twitter dient dazu Leuten zu folgen, von denen du Nachrichten erhalten willst. Wenn du zum Beispiel deinem Freund folgst, kannst du seine Statusmeldungen erhalten. Wenn er dir auch folgt, erhält er auch deine. Somit ist man immer informiert, was der Andere so treibt. Twitter hat seit Februar 2012 schon über 500 Millionen Mitglieder und ist das zweitbeliebteste Netzwerk nach Facebook! Es ist sehr praktisch, weil man sich kurz fassen kann/ muss. Ein Tweet umfasst 140 Zeichen. Und man kann andere Personen „erwähnen“, indem man ein „@“ vor dem Nutzernamen des anderen angibt. Zum Beispiel so: „@hallofreund“. Mit einem Hashtag (#) kann man das Thema angeben, um was es in diesem Tweet geht und man kann dann mit der Suche das Thema suchen. Tweetbeispiel: „Mit @hallofreund auf die #sommerferien freuen!“

Twitter ist also auch sehr praktisch!

Was ist eigentlich Wikipedia und wie funktioniert es? Ein Beitrag von Alex H. (13)

Wikipedia ist ein freies Online-Lexikon. Es wurde am 15.1.2001 gegründet. Der Name Wikipedia setzt sich aus Wiki, das ist hawaiianisch für schnell und dem englischen Wort Encyclopedia zusammen. Die englischsprachige Wikipedia ist mit knapp 4 Millionen Artikeln die größte Sprachversion, gefolgt von der deutschsprachigen Wikipedia mit über einer Million Artikeln.

Wikipedia ist ein freie Enzyklopädie, das heißt : sie ist kostenlos zugänglich, ist unabhängig
von Verlagen, Werbepartnern oder Regierungen und jeder darf sich an dem Projekt beteiligen.

Insgesamt wird die Wikipedia in 270 Sprachen angeboten.

Wikipedia hat seinen Ursprung in einem Gespräch zwischen zwei alten Internetfreunden,
Larry Sanger, dem ehemaligen Chefeditor von Nupedia, das war der Vorgänger der
Wikipedia und Ben Kovitz , einem Computerprogrammierer und Universalgebildeten,
in San Diego, Kalifornien. Sie erstellten ein Grundkonzept für eine offene und weniger
formale Enzyklopädie und dieses Projekt wird Wikipedia getauft. Mit dem Wiki-System
können Benutzer Webseiten nicht nur lesen, sondern auch direkt über den Browser verändern.

In diesem Internet-Lexikon kann man sich über folgende Themengebiete informieren.

Geographie

Geschichte

Religion

Gesellschaft

Sport

Technik

Kunst und Kultur

Wissenschaft

Welche Themen in die Enzyklopädie aufgenommen werden und in welcher Form, entscheidet der
Theorie nach die Gemeinschaft der Bearbeiter in einem offenen Prozess. Konflikte entstehen
in diesen Zusammenhang meist darüber was „Wissen“ darstellt, wo die Abgrenzung zu reinen
Daten liegt und was unter enzyklopädischer Relevanz zu verstehen ist. Abgesehen von groben Leitlinien, die Wikipedia von anderen Werktypen, wie Wörterbuch, Datenbank Link- oder zitatesammlung abgrenzen gibt es keine allgemeinen Kriterien. Im Zweifel wird über den Einzelfall
diskutiert. Empfindet ein Benutzer ein Thema als ungeeignet, kann man einen Löschantrag stellen,
über den anschließend alle Interessierten diskutieren.

Die Wikipedia gehört der Wikimedia Foundation, die im amerikanischen Bundesstaat
Florida registriert ist, diese beinhaltet Server, Domains sowie Namens- und Logorechte und
stellt die Plattform und Technik zur Verfügung.

Die Inhalte (zum Beispiel der Text eines Artikels) hingegen sind frei, jeder kann sie unter
Einhaltung von Grundsätzen ungefragt und ohne Entgeltzahlung für jeden Zweck, auch
kommerziell, nutzen, bearbeiten und verbreiten.
Die vier Grundsätze lauten:

– Wikipedia ist eine Enzyklopädie
-die Beiträge sind so zu verfassen, dass sie dem Grundsatz des neutralen Standpunkts entsprechen
– geltendes Recht – insbesondere Urheberrecht – ist strikt zu beachten
– andere Benutzer sind zu respektieren und die Wikiquette einzuhalten, dies sind zentrale Grund-
sätze des Umgangs  miteinander in der Wikipedia, so wird von den Mitarbeitern gefordert,
niemanden in Diskussionen zu beleidigen oder persönlich anzugreifen.

Die Artikel werden von individuellen Autoren, genannt Wikipedianer, unentgeltlich geschrieben und nach der Veröffentlichung gemeinschaftlich korrigiert, erweitert und aktualisiert. Jeder Internetnutzer kann als Autor  mitwirken.

Die Wikipedia finanziert sich ausschließlich über Spenden von Privatpersonen und Unternehmen.

Alex H. (13) mpg

Buchtipp: Caulfield

Wem kannst du trauen? Und wer benutzt dich nur? Was ist wahr? Was ist Lüge? Und wer ist eigentlich dieser geheimnisvolle Caulfield, dem der Roman seinen Namen verdankt? Wenn du denkst, dass du eine Antwort gefunden hast – nix da, sie entwischt dir gleich wieder wie ein zappelnder Fisch. Die Story schlägt einen Haken nach dem anderen, was eben noch galt, ist nun passé. Oder doch nicht? „Caulfield“ von Harald Rosenløw Eeg ist ein erstklassiger Psychothriller mit exquisiter Figurenzeichnung und viel erzählerischem Drive; es geht um Schein und Sein, um Macht, Intrigen, Verrat und Manipulation, aber auch um Vertrauen und Loyalität. Nach der Lektüre bleibt man atemlos und verwirrt zurück, am liebsten will man gleich noch mal von vorne anfangen, das Netz entwirren, Klarheit gewinnen. Denn wer, verdammt noch mal, ist denn nun Caulfield?!

In seiner Heimat Norwegen ist Harald Rosenløw Eeg schon lange einer von den ganz Großen – und langsam, aber sicher wird das auch in Deutschland was: Nächste Woche ist Harald Rosenløw Eeg auf der Buchmesse in Leipzig unterwegs – also nutzt die Chance, ihn live und in Farbe zu erleben!

Harald Rosenløw Eeg: Caulfield. Aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt. Hildesheim: Gerstenberg 2012. 221 S.

Buchtipp: Baby’s Black

Unser heutiger Buchtipp kommt von unserer Lektorin für das Slavische Lektorat Katja Wiebe. Allerdings geht Sie in Ihrem Tipp „fremd“, denn das Buch ist eine Graphic Novel und kommt aus Deutschland. Wir finden ihre Wahl aber ausgesprochen gut, und gar nicht so überraschend, schließlich ist sie ein Nordlicht und großer Musikfan.

„The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe“ handelt von: St. Pauli 1960. Große Freiheit 36. Kaiserkeller. Die Beatles. Erste Auftritte. Und eine true deutsch-britische Lovestory. Der Hamburgerin Astrid ist Modeassistentin und Fotografin und – mutig, mutig – wagt sich in ihrem hippen, hautengen schwarzen Rollkragenoutfit (Baby’s in Black!) in den verruchten Club, weil ihr Ex Klaus ihr eine extrem gute Band zeigen will… Natürlich verliebt sich Astrid sofort in den Bassisten – damals noch Stuart Sutcliffe. Dass aus der Sache mehr wird, zeigt der Schöpfer von „Baby’s in Black“ Arne Bellstorf in so kleinen Details wie dem schwarzen Schal, der eigentlich Astrid gehört, mit dem man Stu aber nach einiger Zeit herumlaufen sieht… 1962 endet all das jedoch tragisch. Aber keine Sorge! Die Liebesgeschichte ist ganz und gar nicht kitschig, sondern eher wie ein guter Lovesong, der einem nicht peinlich ist, wenn man ihn anderen vorspielt. Und dass man sich beim Lesen von „Baby’s in Black“ (übrigens ein Beatles-Song!) überhaupt nicht fremdschämen muss, mag auch daran liegen, dass sich die „Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe“ in der rebellischen jungen Musikszene Hamburgs abspielt und auch deshalb, weil die Geschichte wahr ist.

Arne Bellstorf: „Baby’s in Black. The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe“. Berlin: Reprodukt 2010.

 

Buchtipp: Adios, Nirvana

Das Wochenende bleibt frostig, also Heizung aufdrehen, aufs Sofa lümmeln und ein gutes Buch lesen! Unser heutiger Buchtipp kommt von Frau Raabe, der Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek:

Ganz neu erscheint in diesem Tagen „Adios, Nirvana“ von Conrad Wesselhoeft im Carlsen Verlag. Man liest die erste Seite und ist sofort von der Kraft der Sprache gefesselt. Sie ist cool, witzig, geradlinig und poetisch. Erzählt wird die Geschichte von Jonathan, der nach dem Tod seines Zwillingsbruders Telly von der Rolle ist. Wer jetzt denkt, es wird das Leben eines Emos ausgebreitet, irrt. Jonathan steht zwar vor dem Rauswurf aus der Schule, hat eine unkonventionelle Mutter und trauert seinem Bruder nach, bleibt aber ein unglaublich leidenschaftlicher, positiver Einzelkämpfer, dem die coolen Sprüche nicht ausgehen.

Adios, Nirvana, aus dem Englischen von Karsten Singelmann, Hamburg: Carlsen 2012

Das White Ravens Festival im Social Web

Das White Ravens Festival ist im Social Web aktiv. Auf den verschiedenen Plattformen findet ihr spannende Infos rund ums Festival, zu Jugendliteratur im Allgemeinen und bekommt Einblick in die Arbeit der Internationalen Jugendbibliothek. Aber vor allem habt ihr hier Gelegenheit, in Kommunikation mit anderen Jugendbuch-Fans zu treten.

Hier ist eine Übersicht über die Netzwerke, in denen wir vertreten sind und die Web 2.0 Dienste, die wir nutzen: Weiterlesen