Kulturklo, digitale Invasion, Rabbitholes?? Digitales Weiter Denken!

Das Literaturhaus München als Veranstaltungsort für das stARTcamp München 2014 – gefällt uns! Vielleicht war dies auch Anlass dafür, dass mehr „Camper“ als gewöhnlich aus der Buchbranche vertreten waren, was uns sehr gefreut hat!

Hier ein paar Eindrücke zu den besuchten sessions:

Über eine digitale Invasion das Kulturerbe mit den Mitteln promoten– erstaunlich wie engagiert und breit Italien bei der „invasioni digitali“ (vorgestellt von Vivi D’Angelo) mit eingestiegen ist! Besonders hängen geblieben ist folgendes Zitat aus dem Manifest der „grassroots movement“: „We believe in a new relationship between museums and visitors based on participation, creation and promotion of culture through the sharing of data and images.” –> Ja, daran glauben wir auch!

Begeistert hat außerdem das Kulturklo! Kathrin Rösch stellte ihre Erzählreihe/ Sendung Kulturklo vor, bei dem Gäste aus dem Kulturbetrieb auf ihr privates Klo eingeladen werden um über Kultur zu sprechen – sozusagen intime Kultur-Klo-Gespräche! Die Teilnehmer der session waren sich einig: Das ganze Konzept hat gerade für junge Menschen so viel Originalität, Witz und Charme, dass es unbedingt weitergeführt und zum Beispiel mit einem eigenen Blog und einem breiteren Auftritt im Social Web ausgeführt werden sollte.

Wie springen die Besucher der Bayrischen Staatsoper auf neue, digitale Angebote an? Eine App, die Informationen zum aktuellen Spielplan, einen virtuellen Rundgang durch die Räumlichkeiten und aktuelle Infos verbindet, wurde von Johannes Lachermeier vorstellt. Dabei wurde auch deutlich, dass Gamification-Elemente auch hier einen weiteren Anreiz bieten können.

Frank Tentler spielte mit uns ein Gedankenexperiment einer großen Marketingkampagne durch, bei dem klar wurde: Emotion, Gamification, variable Belohnung sind passende „trigger“ um Menschen dazu zu bringen in ein „Rabbithole“ hinabzusteigen und dann auch weiterhin im Wunderland zu bleiben.

Kann man über die Mittel der Kunst auf das eher abschreckende und „langweilige“ Thema Netzpolitik aufmerksam machen? In der Session von Wibke Ladwig (@sinnundverstand) wurden dazu spannende Ideen gesammelt, z.B. das Eindringen in private Wohnzimmer, Figuren, die sich mit Metadaten füllen oder der Neubesetzung und Abwandlung bereits bekannter # wie #bringbackourdata.

Wie funktioniert eigentlich #crowdfunding? Diese Frage wurde von Anke von Heyl am Beispiel von „Draussenseiter“ anschaulich beantwortet und machte klar: ohne Netzwerk ist das ganze Netz nichts!

Welche Erfahrungen machen andere Kulturinstitutionen mit ihren Facebook-Profilen? Die neuen „Algorithmen“ von Facebook haben bei vielen Kollegen zu Einbrüchen in Reichweite und Like-Zahlen geführt. Obwohl in der session unter der Leitung von Alke Müller-Wendlandt kein „Generalrezept“ entwickelt werden konnte, ist des doch gut zu sehen: „Man ist nicht allein“. Fazit: Wir machen weiter und lassen uns nicht beirren. Denn letzten Endes macht es auch großen Spaß, „seine“ Institution im Netz zu präsentieren.

Wir haben sehr viel tollen Input mitgenommen und hatten einen spannenden Austausch mit KollegInnen aus Kulturbereich und Social Media. Vielen Dank an die Organisatoren, dem Literaturhaus München und allen, die sessions angeboten haben. Im Haus der Kunst noch eine Führung durch die Matthew Barney Ausstellung zu bekommen, rundete den Tag übrigens perfekt ab! Danke, danke, danke! (TL und PW)

 

Mittendrin statt nur dabei! Das #sck13 in Köln

Am 13. September 2013 fand das stARTcamp Köln statt. Die Herbergsmütter hatten geladen und gut 100 Teilnehmer waren ihrem Ruf gefolgt. Wir wurden nicht enttäuscht:  Nicht nur, dass die Herbergsmütter hervorragende Gastgeberinnen sind, auch die Location – Karl Rahner Akademie – war perfekt gewählt!

Insgesamt vier Räume boten Platz für 20 Sessions – das entspricht einer Session-Power von 900 Minuten! Wie auf jedem stARTcamp stellt sich die Frage, welches die „richtigen“ Sessions sind: Wo setze ich meinen Schwerpunkt? Welchen „Referenten“ kenne ich schon? Welches Thema hat mich schon immer interessiert? Was möchte ich noch lernen? Wer kann etwas empfehlen?

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Sehr schnell wird klar, dass man verzichten muss. Aber – und dies ist ein entscheidender Faktor eines sog. Camps – man kann zwar nicht an allen Sessions teilnehmen, hat aber eben doch die Möglichkeit, quasi alles mitzubekommen. Der Austausch mit anderen Teilnehmern entsteht von ganz allein. Dazu bieten nicht nur die ‚15 Minuten bis zur vollen Stunde‘ Gelegenheit, auch die Mittags- und Kaffeepausen sind immens kommunikativ. Wie schön, dass das Social-Media-Völkchen so schwatzhaft ist! So werden aus den besuchten fünf Sessions gut und gern gefühlte 15 Sessions – nicht bei allem dabei und doch überall mittendrin!

Wie es sich für ein ordentliches stARTcamp gehört, wurde der Tag perfekt dokumentiert: Auf allen Plattformen war ein deutliches ‚sck13-Rauschen‘ zu vernehmen! Und wer sich Zeit zur Nachlese nimmt, ist eben auch im Nachhinein noch mittendrin!

Fazit: Die Teilnahme an einem sog. stARTcamp sei allen wärmstens empfohlen. Wem Networking, Wissens- und Gedankenaustausch und aktives Lernen wichtig sind, der ist hier genau richtig! (Petra Wörsching)

Tatsächlich! Wir gruben tiefer! Rückblick auf das stARTcamp RuhrYork.

Unter dem Motto „Wir graben tiefer. Social Media für Kunst & Kultur “ fand vom 20. bis 21.Juni das stARTcamp RuhrYork in Oberhausen statt. Teilgenommen habe ich am 2. Tag, der als „klassisches“ Startcamp angelegt war (#scry13).  

Und genau das Prinzip der spontanen Vielfalt (da die Teilnehmer selber „Sessions“ anbieten), der Interaktion und des kreativen Austausches, das ein stARTcamp ausmacht, begeisterten mich am meisten: Fachwissen wurde ausgetauscht, gesellschaftspolitische Themen wurden diskutiert, Synergien gesucht, Storytelling-Konzepte in Frage gestellt und vieles mehr. Weiterlesen

Münchner stARTcamp 2013 – Der Mensch macht das Social Web!

„Ach, Du auch hier?!“ „Wie schön, dass wir uns endlich ‚in Echt’ kennenlernen!“ „Toll, Dich wieder zu sehen!“ „Mensch, Klasse, was Du die letzten Wochen auf die Beine gestellt hast!“
Mit Sätzen wie diesen beginnt wohl jeder Teilnehmer ein Camp. Endlich trifft man sich wieder; endlich findet man Zeit, um Erfahrungen ausführlich auszutauschen; endlich Gelegenheit, Geplantes zu besprechen, sich zu bedanken oder nur „Hallo“ zu sagen. So war es auch vergangenen Samstag auf dem Münchner stARTcamp. Weiterlesen