Till trifft Ben trifft Mae

Mit einer ungewöhnlichen Lesung startet am kommenden Donnerstag, den 24. Oktober 2013 das diesjährige Autorenforum der Internationalen Jugendbibliothek. Bei der Auftaktveranstaltung zu „17 Jahr – Adoleszenz im deutschsprachigen Jugendroman“ treffen nicht nur die drei eingeladenen Autorengäste Kevin Kuhn, Rolf Lappert und Cornelia Travnicek im freien Raum aufeinander, auch die drei Protagonisten ihrer Bücher begegnen sich zum ersten Mal live:

Till trifft Ben trifft Mae – eine Lesung in Versatzstücken Und das Publikum ist hautnah dabei!Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 6 Euro / 4,00 Euro erm.

Am Freitag, den 25. Oktober werden die drei Romane dann näher unter die Lupe genommen und diskutiert. Dabei kommen sowohl die Autoren selbst zu Wort als auch die jugendlichen Leser sowie Experten aus der Verlagsbranche und den Fachmedien.

Zeit: 9.30 Uhr bis 17 Uhr, Unkostenbeitrag: 6,00 Euro (o. Verpflegung)

PDF_Programm 17 Jahr

Veranstaltungshinweis: 17 Jahr

24. und 25. Oktober 2013
17 Jahr – Adoleszenz im deutschsprachigen Jugendroman

Ein Autorenforum mit Lesungen, Diskussionen und Vorträgen in der Internationalen Jugendbibliothek, München.

Wie soll mein Leben aussehen? Revolte oder Anpassung? Protest oder Rückzug? Diese und ähnliche Fragen treiben wohl jeden Jugendlichen auf seinem Weg ins „erwachsene“ Leben um. Das Autorenforum der Internationalen Jugendbibliothek nimmt unter die Lupe wie diese turbulente Lebensphase literarisch ausgestaltet wird. Weiterlesen

Ende gut, alles gut

Ben muss sich in der verschlafenen Provinz allein um seinen dementen Großvater kümmern. Plötzlich taucht ein Ufo auf: Nicht ahnend, dass das nur eine clevere Marketingfinte ist, mit der Dorf-Hans-Dampf Maslow Presse und Investoren anlocken will, befürchten die Bauern eine Alien-Invasion. Sie bleibt jedoch aus. Stattdessen kommt Lena, verdreht Ben den Kopf und stellt ihn auf die Probe. Auch die Dorfgemeinschaft wird ordentlich durchgeschüttelt, bis es schließlich – ganz und gar unsentimental – heißt: Ende gut, alles gut. Der Roman „Pampa Blues“ besticht durch lebensnahe und zugleich schräge Figuren, durch pointierte Dialoge, poetische Beschreibungen und durch eine ausgewogene Mischung aus Ernst und Leichtigkeit, mit der Themen wie Verantwortung und das Recht auf Selbstbestimmung verhandelt werden.
Rolf Lappert: Pampa Blues, Hanser, 251 S, 14,90 Euro

Die Veranstaltung ’17 Jahr – Adoleszenz im deutschsprachigen Jugendroman’ widmet sich der Frage, wie Adoleszenz literarisch gestaltet wird. Neben Rolf Lappert nehmen auch Cornelia Travnicek und Kevin Kuhn und an der Veranstaltung teil.

Wer mehr über Cornelia Travnicek wissen möchte, kann seine Fragen beim ‘Meet n’ Tweet‘ am 20. Oktober stellen. #mnt

 

 

Altwerden ist nichts für Feiglinge? Jungsein auch nicht

Ben schraubt an einem Tuk-Tuk und füttert seinen Großvater.
Till kommt nicht mehr aus seinem Zimmer und kauft sich einen Leguan.
Mae hütet rote Chucks wie einen Schatz und sammelt die Haare des Freundes in einer Tupperdose.

Ben, Till und Mae sind jung und getrieben von der Frage: Wohin mit mir? Sie hadern mit sich und mit der Welt, und Selbstzweifel, Überdruss und Orientierungslosigkeit münden in Anpassung Protest, Resignation. Ben, Till und Mae sind Suchende, sie wollen Antworten – und stehen ihnen dann skeptisch gegenüber. Sie sehnen sich nach Nähe und haben Angst vor ihr. Manchmal sind sie übermannt von Wut, dann wieder von Lethargie. Rolf Lappert, Kevin Kuhn und Cornelia Travnicek schildern in ihren Romanen „Pampa Blues“, „Hikikomori“ und „Chucks“ mit großer erzählerischer Intensität, dass das Erwachsenwerden (und das Erwachsensein) kein Sparziergang ist. Alles easy, alles lässig? Nee. Dennoch ist nicht alles tiefstes Dunkelschwarz – dank Galgenhumor und Selbstironie. Und manchmal, manchmal wird der Kopf ausgeschaltet und alles fühlt sich gut an. Zumindest für einen Moment.

Das Autorenforum 17 Jahr am 24. und 25. Oktober 2013 widmet sich der literarischen Gestaltung des Erwachsenwerdens und diskutiert zudem, wie der Adoleszenzroman die Grenzen zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur auflöst.

Kevin Kuhn wurde 1981 in Göttingen geboren. Er studierte u. a. Kreatives Schreiben an der Universität Hildesheim, wo er inzwischen selbst unterrichtet. „Hikikomori“ ist sein hoch gelobtes Romandebüt, Kevin Kuhn veröffentlicht außerdem Kurzgeschichten und Essays in Anthologien und Zeitschriften.

Rolf Lappert ist Jahrgang 1958 und stammt aus Zürich. Er schreibt neben Lyrik und Prosa auch Drehbücher. Für sein Werk hat er viele Preise bekommen, zuletzt 2012 den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis für „Pampa Blues“. Mit diesem Buch ist er auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013 nominiert.

Cornelia Travnicek studierte Sinologie in Wien und schreibt
u. a. Gedichte und Kurzgeschichten. Ihr Romandebüt „Chucks“ wurde in der Presse begeistert aufgenommen und in diesem Jahr mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur Stipendium ausgezeichnet. Cornelia Travnicek wurde 1987 in St. Pölten geboren.


Adoleszenz Vortrag von Dr. Ines Galling

Programm

Übrigens: Am 20. Oktober 2013 findet von 19 bis 20 Uhr ein Meet n‘ Tweet mit Cornelia Tranvicek statt.