Italienische Jugend-Jury in der IJB

Zehn junge italienischsprachige Jurymitglieder fanden sich zusammen, um ihren Favoriten für den italienischen Jugendliteraturpreis Premio Strega Ragazze e Ragazzi 11+ 2017 auszuwählen. Dieser Preis ist noch jung: er wird 2017 erst zum 2. Mal vergeben.

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Ein Rückblick auf die zweite Runde des Tandemprojektes der Internationalen Jugendbibliothek: „Wer bist du?“

Maganda, das klingt harmonisch, das klingt weich, das schmeichelt der Zunge. Das Wort sieht auch angenehm aus, in sorgsamer Schrift mit dickem violettem Filzstift auf einem kleinen Kärtchen notiert. Dieses Prachtexemplar haben wir zusammen mit Zungenbrechern wie škafiškafnjak und Lautmalerischem wie tarllabuq aus unserer Wortschatzkiste gefischt, um damit zu spielen. Maganda klingt nach einem großen, sanften Tier. Oder doch eher nach einer leckeren Frucht? Škafiškafnjak erinnert an Schaschlik. Tarllabuq reimt sich auf Erdrutsch und Quatsch. Was die Wörter wohl wirklich bedeuten und aus welcher Sprache sie sein mögen? Das ist erst mal ganz egal.

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Foto: Juliana Krohn

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IP DIP DOO, WER BIST DU?

Ein Tandemprojekt mit Neuankömmlingen und Gymnasiasten

Fünf Mal haben wir uns im Juni und Juli in der Bibliothek des Kurt-Huber-Gymnasiums in Lochham getroffen. Wir, das waren zwölf Schülerinnen und Schüler aus den siebten Klassen des Gymnasiums sowie aus der Übergangsklasse der benachbarten Volksschule Lochham: Ahmed, Anđela, Anne, Elham, Eliyas, Emilia, Ester, Farzad, Olivia, Rina, Yelda, Matthis – und dazu Beate Schäfer und Tina Rausch, die beiden Leiterinnen des Schreibprojekts. Ebenfalls mit dabei, zumindest in unseren Gedanken, war Luna Al-Mousli: Ihr auf Deutsch und Arabisch verfasstes Buch „Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus“ diente als Inspirationsquelle für unser Schreiben und Denken.

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Bei der Präsentation auf dem White Ravens Festival

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Jenseits des gedruckten Buches…

Zwischenbericht zum Projekt „E-Book selbst gemacht“ von Stefanie Lange

Das Projekt „E-Book selbst gemacht“ ist angelaufen und steckt mitten in der Produktionsphase. Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der neuhof Schulen sind dabei Texte, Videos, das Cover und vieles mehr zu erstellen. Als Grundlage dient der Roman Jenseits der blauen Grenze von Dorit Linke, eine Geschichte von zwei Jugendlichen, die über die Ostsee schwimmend aus der DDR fliehen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich laufend mit dem Thema Flucht auseinander und stellen sich Fragen wie z.B.: Was würde ich mitnehmen, wenn ich plötzlich fliehen müsste?  Aus welchen Gründen verlassen Menschen ihre Heimat? Weiterlesen

Werkstatt für junge Autorinnen und Autoren sucht schreibbegeisterte Jugendliche!

Schreibbegeisterte Jugendliche gesucht! Stapeln sich schon kistenweise Hefte voller Geschichten, die als Kind geschrieben wurden? Oder gibt es sogar schon Dateien mit Ideen für einen Roman? Immer auf der Suche nach genau dem einen richtigen Wort oder Satz? Besteht das Bedürfnis und Interesse über die eigenen Texte mit anderen Schreibenden zu sprechen und neue Anregungen zu bekommen? Dann ist die Werkstatt für junge Autorinnen und Autoren, die jetzt in eine neue Runde geht, genau das Richtige!

DSC_0012[1]Start der ersten Runde war im Januar 2012. Seither fanden monatlich Treffen mit viel Austausch und lebhaften Diskussionen statt. Unter dem Motto JUNGE LITERATUR LIVE! haben die jungen Autorinnen und Autoren die Ergebnisse ihrer Arbeit in zwei großen Lesungen im Jella-Lepman-Saal präsentiert.

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Braucht es das wirklich?

Podiumsdiskussion zum Jugendwort des Jahres 2014

Darf man mit Hilfe des Wörterbuchs „100% Jugendsprache“ von Langenscheidt, indem die Jugendsprache in allgemein verständliches Deutsch übersetzt wird, Goethes Gedicht „Natur und Kunst“ in Jugendsprache umdichten? Warum eigentlich nicht, aber braucht es das? Diese und noch viele weitere Fragen zur Wahl des Jugendwortes haben Experten aus verschiedenen Fachrichtungen in einer Podiumsdiskussion zu klären versucht. Diskussionsteilnehmer waren der Sprachwissenschaftler Dr. Nils Uwe Bahlo von der Universität Münster, der Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt Jugendforschung Dr. Wolfgang Gaiser, die deutsch-türkische Rapperin Ebow und der Marketingleiter des Langenscheid-Verlags Dirk Rühaak. Schlien Schürmann, Moderatorin bei der Jugendsendung PULS beim Bayrischen Rundfunk, war das Bindeglied zwischen den Jugendlichen im Publikum und den Erwachsenen auf der Bühne.

Jugendwort

Bei der Podiumsdiskussion wurde vor allem deutlich, dass es keine einheitliche Jugendsprache gibt, die als Geheimsprache Abgrenzung zu den Erwachsenen ermöglichen soll, sondern vielmehr viele verschiedene Jugendkulturen, die eigene Worte und Sprachwendungen entwickeln und benutzen, um sich generell abzugrenzen. Auch der oft befürchtete Sprachverfall durch die Ausdrücke aus der Jugendsprache scheint nicht einzutreten, da die Sprache immer in Bewegung ist und sich verändert. Daher kann die Jugendsprache eher als Motor für die natürliche Sprachentwicklung gesehen werden. Wörter wie „Hayvan“ oder „Selfie“, die nicht aus dem Deutschen stammen, zeigen, dass das Deutsche eine aktive, lebendige Sprachgemeinschaft darstellt und sich ständig weiterentwickelt und verändert.

Fazit der Diskussion: Das Jugendwort des Jahres lässt keine allgemeingültige Aussage über die Sprechwirklichkeit der Jugend zu und ist aus wissenschaftlicher Sicht eher fragwürdig, insbesondere im Hinblick auf das Auswahlverfahren. Aber die Wahl ist ein guter Ansatzpunkt, um mit Jugendlichen das Thema Sprache und Sprachentwicklung zu diskutieren. Es bleibt die Frage, ob man so ein Wörterbuch überhaupt braucht, denn so spricht ja keiner.

Aber warum nicht? Schließlich gibt es von Langenscheidt auch ein Latein-Wörterbuch – „so spricht ja auch keiner“!

Sophia Heissbauer
Volontärin in der Internationalen Jugendbibliothek

Mit einem georgischen Jugendroman Grenzen überwinden – Eine Projektbeteiligung

Ein internationales Bildungsprojekt, das mit Hilfe der neuesten Errungenschaften des mobilen Internets Grenzen überwindet? Das klingt spannend, fanden wir. Zumal wir in unserer Arbeit mit der Vielfalt internationaler Literatur seit jeher Grenzen überwinden und ganz gemäß unserer Gründungsgeschichte mit Büchern Brücken bauen (Jella Lepman: „Die Kinderbuchbrücke“). Also beschlossen wir, uns bei „Grenzgeschichten – Crossing Borders“ mit einem eigenen Literaturprojekt zu beteiligen.

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