PM: James Krüss Preis 2017 geht an Andreas Steinhöfel

Der James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur 2017 geht an den Autor Andreas Steinhöfel

Die Begründung der Jury
„Die Mitte der Welt, Dirk und ich, Rico, Oskar und die Tieferschatten: Mit seinen Romanen, die von staunenswerter Leichtigkeit, Originalität und Intensität geprägt sind, nimmt Andreas Steinhöfel seit vielen Jahren einen festen Platz in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur ein. Sein Werk setzt dort Maßstäbe, führt es doch vor, wie durch intensive Arbeit am Material Sprache und im Bewusstsein der erzählerischen Traditionslinien eine ganze Literatur weiterentwickelt werden kann. Nicht nur darin knüpft Steinhöfel an James Krüss an, dessen Protagonist Boy mit seinem Urgroßvater eine produktive Sprachskepsis zeigt, die Steinhöfels Rico zutiefst vertraut ist und dem wir wiederum Wortschöpfungen wie „Fundnudel“ und „Herzgebreche“ verdanken. Auch die Weltoffenheit und Toleranz, die das Werk von James Krüss prägen, ist den Romanen Steinhöfels eingeschrieben, die in zahlreichen übersetzten Ausgaben vorliegen und deren Autor auch als Übersetzer ins Deutsche wirkt. Weiterlesen

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James Krüss Preis 2017

In Gedenken an den Autor, Sprachkünstler und Weltbürger James Krüss hat die James Krüss Erbengemeinschaft 2013 den James Krüss Preis ausgelobt. 2017 wird er bereits zum dritten Mal verliehen. Dieser Preis ergänzt das Spektrum an Preisen und Auszeichnungen für Kinder- und Jugendliteratur im deutschsprachigen Raum um einen weiteren Aspekt. Mit der Auszeichnung soll das Werk eines lebenden Kinder- und Jugendbuchautor gewürdigt und gefördert werden, dessen Texte sich durch sprachliche Brillanz, Originalität, fantasievolles Erzählen und Weltoffenheit auszeichnen und darin eine Parallele zum Krüss’schen Werk erkennen lassen. Weiterlesen

James Krüss Preis 2015: Was für ein besonderer Tag

von Kirsten Rickmers-Liebau Am Tag der Preisverleihung (2. Juli 2015) traf ich schon beim Frühstück im Hotel die beiden Preisträger Frank Cottrell Boyce und Salah Naoura. Und wie es so schön heißt: „Die Chemie stimmte“. Wir haben den Tag miteinander verbracht, viele Informationen ausgetauscht, uns glänzend unterhalten und bestens verstanden. Weiterlesen

PM: James Krüss Preis 2015 geht an Frank Cottrell Boyce

Der James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur 2015 geht an den englischen Autor Frank Cottrell Boyce. Auch sein Übersetzer ins Deutsche, Salah Naoura, wird geehrt.
Mit Sprachwitz, Tempo und Leichtigkeit führt Frank Cottrell Boyce seinen Lesern immer wieder aufs Neue vor Augen, dass „das Geschichten-Erzählen zur Selbstfindung jedes Einzelnen und zum Gedächtnis einer Gesellschaft beitragen kann“.
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Die James-Krüss-Erbengemeinschaft

Die Preisstifter des James-Krüss-Preises: Fünf „waschechte“ Helgoländer – drei Nichten, ein Neffe und eine Schwägerin von James Krüss zusammen mit seinem LebensgefährtenBild © Bettina Köhn

Die Erbengemeinschaft hat sich nach dem Tod des berühmten Verwandten mit aller Kraft dafür eingesetzt, dass das Werk von James Krüss erhalten und die Erinnerung an ihn wach bleibt. Das scheint gelungen: Immer wieder erfahren sie bei Veranstaltungen an Schulen, im Museumshof auf Helgoland, in Gesprächen und durch Briefe, dass Kinder und Erwachsene James’ Texte auch heute noch lieben. „Vor allem seine Sprachspielerei, der schöne Unsinn in Versen, findet großen Anklang!“, so die Sprecherin der Erbengemeinschaft, Kirsten Rickmers-Liebau. „Mit dem James-Krüss-Preis wollen wir Autoren fördern, deren Werk eine ähnliche Kraft hat, wie das von James. Bücher und Geschichten, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern und über Nationalitäten und Generationen hinweg gerne gelesen und vorgelesen werden.“

Persönliche Erinnerungen an den Onkel:
Als ich 5 Jahre alt war, 1961, erschien der Gedichtband „Der wohltemperierte Leierkasten“. Mein Lieblingsgedicht daraus war „Kennt Ihr schon die Stadt Tempone?“, das meine Eltern mir anfangs vorlasen und das ich später immer wieder selbst las und natürlich auch auswendig lernte. Das Gedicht regte meine Phantasie an, und ich stellte mir die verkehrte Welt lebhaft vor. (Karen Simon)

Natürlich gab es in unserer Familie auch die Schallplatte „Der Sängerkrieg der Heidehasen“. Ich hörte diese Platte immer und immer wieder, oft gemeinsam mit meiner älteren Schwester Karen, allerdings nicht immer zur Freude unserer Eltern. Auch wenn ich damals den Text nicht ganz verstand, beeindruckte mich die schwungvolle und einprägsame Musik. Ich freue mich besonders, dass der „Sängerkrieg“ immer noch aufgeführt wird und Kinder und Erwachsene begeistert. (Volker Singer-Jürgensen)

Ich liege im Wohnzimmer auf dem Boden vor dem Plattenspieler und höre zum wiederholten Mal die Platte „Arthur der Träumer“. Arthur, der davon träumt, Rennfahrer zu werden oder Kapitän und dann doch seine wahre Bestimmung findet. Der „Sängerkrieg der Heidehasen“ war ja leider Dank meiner Geschwister und zum Glück meines Vaters kaum noch hörbar. Aber 30 Jahre später habe ich den „Sängerkrieg“ im Antiquariat erstanden (fast ohne Knistern und Knacken!) und zum Entsetzen meines Freundes glückselig und natürlich textfest auf dem Boden vor dem Plattenspieler gesessen. Das war ein wunderschönes Eintauchen in meine Kindheit. (Hella Singer)

1953 erschien James‘ erstes Bilderbuch, „Hanselmann reist um die Welt“ und ich kam auf die Welt. In den Folgejahren wurden viele, viele weitere Bücher von ihm veröffentlicht und ich bekam immer Exemplare mit Widmungen, persönlichen Worten, kleinen Zeichnungen und ähnlichem geschickt. Meine Lieblingswidmung ist aus Band zwei der „Florentine“-Bände: „Abermals kommt Florentine, diese wirklich wilde Biene und begrüßt auf Helgoland Kirsten, unten rechts am Strand.“ (Kirsten Rickmers-Liebau)

James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur

Eine neue Auszeichnung für die Kinder- und Jugendbuchbranche im deutschsprachigen Raum ab 2013

In Gedenken an den Autor, Sprachkünstler und Weltbürger James Krüss hat die James Krüss Erbengemeinschaft einen neuen Preis ausgelobt. Ab 2013 vergibt sie alle zwei Jahre den James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur und ergänzt damit das Spektrum an Preisen und Auszeichnungen für Kinder- und Jugendliteratur im deutschsprachigen Raum um einen weiteren Aspekt. Mit der Auszeichnung soll das Werk eines lebenden Kinder- und Jugendbuchautor gewürdigt und gefördert werden, dessen Texte sich durch sprachliche Brillanz, Originalität, fantasievolles Erzählen und Weltoffenheit auszeichnen und darin eine Parallele zum Krüss’schen Werk erkennen lassen. Weiterlesen