Großzügige Zustiftung für die Internationale Jugendbibliothek

Die Stiftung Internationale Jugendbibliothek erhält eine großzügige Zustiftung von ihrer ehemaligen Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Sabine Solf.

Der Zustifterin wird während des MünchnerStiftungsFrühlings am 28.3.2017 öffentlich auf Schloss Blutenburg gedankt.

Die Internationale Jugendbibliothek ist seit 1996 eine Stiftung. Nun hat sie eine großzügige Zustiftung zum Stiftungskapital von der ehemaligen Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Sabine Solf erhalten. Die Arbeit der Bibliothek wird dadurch nachhaltig und auf Dauer gefördert. Dr. Sabine Solf engagiert sich seit 1992 für die Internationale Jugendbibliothek. Die promovierte Kunsthistorikerin, die viele Jahre das Forschungsprogramm der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel leitete, ist außerdem Mitglied der deutschen UNESCO-Kommission, mit der die Internationale Jugendbibliothek seit den 1953 als „Associated Project“ verbunden ist.

Im Rahmen der Veranstaltung Bücher der Kindheit, zu der die Stiftung Internationale Jugendbibliothek am 28. März 2017 um 19 Uhr erstmals einlädt, wird Dr. Sabine Solf auf Schloss Blutenburg öffentlich gedankt. Beim anschließenden Umtrunk haben Sie die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit ihr.

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Pressefrühstück 2017

Wie schon in den Vorjahren möchten wir Sie auch heuer wieder in gemütlicher Runde über das geplante Programm 2017 informieren. Im Namen von Frau Dr. Raabe lade ich Sie deshalb herzlich ein zum Pressefrühstück in der Internationalen Jugendbibliothek am Donnerstag, den 2. Februar 2017.

Um 11 Uhr haben Sie die Möglichkeit, einen Blick in das komplett sanierte und gereinigte Büchermagazin zu werfen, das nach gut sechs Jahren nun endlich in neuem Glanz erstrahlt. Im Anschluss an die kleine Führung, etwa gegen 11.30 Uhr, würden wir Ihnen dann bei Weißwurst und Butterbrezn kurz und knapp ausgewählte einiges über die Höhepunkte unseres Jahresprogramms erzählen, z.B.

  • über Wissenschaftler, die kontrovers über Teile unserer Sammlung diskutieren (Hans-Baumann-Tagung am 17. Februar / Download Flyer)
  • über Bücher die von Büchern erzählen (neue Ausstellung ab Ende Februar!)
  • über Prominente, die von den Büchern ihrer Kindheit erzählen (neue Veranstaltungsreihe!)
  • über Autoren, die so toll schreiben, dass sie mit dafür mit Preisen ausgezeichnet werden (James-Krüss-Preisverleihung am 29. Juni!)
  • und über all das, was wir unseren Besuchern sonst noch so zu bieten haben  – den Tag der offenen Tür, eine Lyrikmatinee, ein Märchenfest und noch vieles mehr

Gerne stellen wir uns Ihren Fragen, Anregungen und Ideen dazu.

Wir hoffen, dass Sie dabei sind! Zur besseren Planung bitten wir um kurze Rückmeldung:
carolagaede@ijb.de

Weihnachtsgeschenk für die Internationale Jugendbibliothek

Dringend notwendige Reinigungs- und Sanierungsarbeiten im unterirdischen Büchermagazin auf Schloss Blutenburg können endlich abgeschlossen werden. Das Bundesfamilienministerium fördert die Maßnahme mit einer einmaligen Zuwendung von 150.000 Euro. Übergabe des Bescheids am 22. Dezember 2016 um 10.30 Uhr durch Bettina Bundszus, Abteilungsleiterin im Bundesministerium.

Die Internationale Jugendbibliothek verfügt über einen weltweit einzigartigen Bestand von über einer halben Million internationaler Kinder- und Jugendbücher in mehr als 130 Sprachen aus vier Jahrhunderten mit teils unikalen Buchausgaben. Zu den Kernaufgaben und Verpflichtungen der Internationalen Jugendbibliothek gehört es, diesen Buchbestand zu pflegen und dauerhaft zu erhalten, denn er ist die Basis für die Realisierung aller weiteren kultur- und bildungspolitischen Aufgaben der Bibliothek. Zu diesem Zweck wurden zwischen 2010 – 2016 dringend notwendige Reinigungs-und Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Aufgrund eines nicht ideal auf die Bücher abgestimmten Raumklimas im unterirdischen Magazinbereich in der Blutenburg in den 1980er und 90er Jahren war der sich dort befindende Hauptbestand erhöhten Staub-, Sporen- und mikrobiologischen Belastungen ausgesetzt und dringend sanierungsbedürftig. Erste Maßnahmen, wie z.B. die Installation eines neuen Belüftungssystems sowie die Reinigung einzelner Sammlungen, wurden bereits 2010 eingeleitet. Nun konnten die Reinigungs- und Sanierungsarbeiten dank einer großzügigen Zuwendung des Bundesfamilienministeriums nach gut sechs Jahren vollständig abgeschlossen werden. Insgesamt wurden rund 7.660 laufende Regalmeter mit ca. 400.000 Büchern gereinigt. Aneinandergereiht entspricht das in etwa der Entfernung von Schloss Blutenburg zum Hauptbahnhof (Luftlinie).

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Braucht es das wirklich?

Podiumsdiskussion zum Jugendwort des Jahres 2014

Darf man mit Hilfe des Wörterbuchs „100% Jugendsprache“ von Langenscheidt, indem die Jugendsprache in allgemein verständliches Deutsch übersetzt wird, Goethes Gedicht „Natur und Kunst“ in Jugendsprache umdichten? Warum eigentlich nicht, aber braucht es das? Diese und noch viele weitere Fragen zur Wahl des Jugendwortes haben Experten aus verschiedenen Fachrichtungen in einer Podiumsdiskussion zu klären versucht. Diskussionsteilnehmer waren der Sprachwissenschaftler Dr. Nils Uwe Bahlo von der Universität Münster, der Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt Jugendforschung Dr. Wolfgang Gaiser, die deutsch-türkische Rapperin Ebow und der Marketingleiter des Langenscheid-Verlags Dirk Rühaak. Schlien Schürmann, Moderatorin bei der Jugendsendung PULS beim Bayrischen Rundfunk, war das Bindeglied zwischen den Jugendlichen im Publikum und den Erwachsenen auf der Bühne.

Jugendwort

Bei der Podiumsdiskussion wurde vor allem deutlich, dass es keine einheitliche Jugendsprache gibt, die als Geheimsprache Abgrenzung zu den Erwachsenen ermöglichen soll, sondern vielmehr viele verschiedene Jugendkulturen, die eigene Worte und Sprachwendungen entwickeln und benutzen, um sich generell abzugrenzen. Auch der oft befürchtete Sprachverfall durch die Ausdrücke aus der Jugendsprache scheint nicht einzutreten, da die Sprache immer in Bewegung ist und sich verändert. Daher kann die Jugendsprache eher als Motor für die natürliche Sprachentwicklung gesehen werden. Wörter wie „Hayvan“ oder „Selfie“, die nicht aus dem Deutschen stammen, zeigen, dass das Deutsche eine aktive, lebendige Sprachgemeinschaft darstellt und sich ständig weiterentwickelt und verändert.

Fazit der Diskussion: Das Jugendwort des Jahres lässt keine allgemeingültige Aussage über die Sprechwirklichkeit der Jugend zu und ist aus wissenschaftlicher Sicht eher fragwürdig, insbesondere im Hinblick auf das Auswahlverfahren. Aber die Wahl ist ein guter Ansatzpunkt, um mit Jugendlichen das Thema Sprache und Sprachentwicklung zu diskutieren. Es bleibt die Frage, ob man so ein Wörterbuch überhaupt braucht, denn so spricht ja keiner.

Aber warum nicht? Schließlich gibt es von Langenscheidt auch ein Latein-Wörterbuch – „so spricht ja auch keiner“!

Sophia Heissbauer
Volontärin in der Internationalen Jugendbibliothek

Vier Bücher, vier Kritiker – Rückblick

Es ging hoch her bei „Vier Bücher, vier Kritiker“ am 3. Juni 2014, denn Konsens herrschte selten bei Sigrid Löffler, Alex Rühle, Ute Wegmann und Michael Schmitt – allesamt gestandene Kritikerinnen und Kritiker aus dem allgemeinen und dem jugendliterarischen Feuilleton. Weiterlesen

Litera[fu]tur Rückblick: Ich bin weiß Gott kein Nerd…

…ich facebooke nicht, ich instagrame nicht, ich twittere nicht – letzteres ist mir, ehrlich gesagt, immer noch ein wenig suspekt. Trotzdem bin ich schon länger von der Idee begeistert, beim Thema „Literatur ausstellen“ neue Wege zu beschreiten und das Internet mit seinen unendlichen Möglichkeiten zu erobern.

„Literatur ausstellen“ gehört zu unserem täglich Brot – und gezeigt wurden Bücher, Bilder, Dinge bislang in den realen Räumen der Internationalen Jugendbibliothek: Der Schatzkammer, dem Wehrgang, dem Jella-Lepman-Saal. Aber: Kann und sollte man nicht Literatur auch im Netz, im virtuellen Raum präsentieren, grenzenlos und global erfahr- und erlebbar machen –  gerade als Internationale Jugendbibliothek? Weiterlesen