Rotkäppchen in der Großstadt – Lehrerfortbildung zu Grimms Märchen

Am 28. Mai begrüßte die Internationale Jugendbibliothek etwa 60 Grund- und Mittelschullehrer*innen zur Fortbildung des Arbeitskreises Lese- und Literaturförderung des Schulamts München. Bereits seit 1998 besteht der AK Lese- und Literaturförderung, der auf Initiative der Internationalen Jugendbibliothek gegründet wurde und seitdem jährlich eine Fortbildung zur Literaturvermittlung auf Schloss Blutenburg gibt.

Bei dem diesjährigen gemeinsamen Projekt mit dem Arbeitskreis Lese- und Literaturförderung drehte sich alles um Neuinterpretationen der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Weiterlesen

Sondertermin: Büchertreff im Mai

Anlässlich der Woche der Sprache und des Lesens (18.-26. Mai) bot Regina Cayres in ihrem Büchertreff im Mai eine ganz besondere mehrsprachige Lesung für Kinder im Hofe der Internationalen Jugendbibliothek an.

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Die Erzählung „El colibrí, que perdió su pico“ von José Paniagua mit Illustration von Álvaro Prego, wurde dabei unter den langsam blühenden Apfelbäumen des Schlossinnenhofes mithilfe eines Kamishibai-Erzähltheaters Weiterlesen

Kinderbücher aus der arabischen Welt

Am Dienstag, 7.Mai, luden die Internationale Jugendbibliothek und die Stadtbibliothek Am Gasteig zu einer ganz besonderen Veranstaltung mit einer literarisch-musikalischen Reise durch die arabischsprachige Kinderliteratur! Weiterlesen

Wettbewerb zum Welttag der Poesie!

Am 21. März 2017 ist Welttag der Poesie!

Aus diesem Anlass möchten wir gerne auf unseren Arche Kinder Kalender-Wettbewerb für Kinder von 6-12 Jahren hinweisen:

Schnappt euch ein leeres Blatt Papier und lasst eure Fantasie darauf tanzen. Schreibt ein Gedicht und malt ein Bild dazu. Ob mit Buntstift, Kreide, Wasserfarben oder als Collage – alles ist erlaubt! Wichtig ist, dass die Seite im Format Din A4 und im Querformat ist. Anregungen zur Gestaltung findet ihr z.B. im Arche Kinder Kalender 2017. Dort gibt es auch eine entsprechende Vorlage in der Kalenderwoche vom 25.September – 1. Oktober.

Gerne könnt ihr auch eure Geschwister oder Freunde fragen, ob sie die Seite gemeinsam mit euch gestalten wollen – vorausgesetzt sie sind nicht älter als 12 Jahre!
Vermerkt bitte eure/n Namen, Alter und Adresse auf der Rückseite des Blattes und schickt das fertig illustrierte Gedicht an:

Stiftung Internationale Jugendbibliothek
Mein „Arche Kinder Kalender“ – Gedicht
Schloss Blutenburg
81247 München

Die fünf schönsten Blätter werden auf der Homepage der Internationalen Jugendbibliothek veröffentlicht. Die Gewinner erhalten außerdem je einen Arche Kinder Kalender 2018. Einsendeschluss ist der 1. Dezember 2017.

Eine Rücksendung der Einsendungen ist leider nicht möglich.

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Wenn die Großen mit den Kleinen…

Die Wanderausstellung zu Michael Ende, reist wie unsere 10 weiteren Wanderausstellungen um die ganze Welt, doch gerade ist sie passenderweise in der Michael-Ende-Schule in Raubling. In der Projektwoche beschäftigten sich zwei Klassen intensiv mit der Ausstellung und dem Autor. Wir freuen uns, dass wir durch den nachfolgenden Bericht einen Einblick in das Rahmenprogramm zu unserer Austellung bekommen konnten. Weiterlesen

Es war einmal Indianerland: Videotagebuch der 9c aus der Situlischule

Die Schüler der Klasse 9c der Mittelschule an der Situlischule haben zusammen mit ihrer Lehrern Annabelle Staples den Roman “Es war einmal Indianerland” von Nils Mohl gelesen und ihre Eindrücke in einem Videotagebuch festgehalten. Täglich wurden auf der Facebook-Seite des Festivals ihre neuen Leseeindrücke per Video geteilt. Eigene Kompetenzen der Schüler, wie der Umgang mit sozialen Netzwerken und das Bearbeiten von Videos wurden von den Schülern mit eingebracht. Und das Beste daran: über Facebook konnten die Schüler so vorab mit dem Autor Nils Mohl in Kontakt treten, der die Videos kommentiert hat. Bei der Lesung beim White Ravens Festival wurde der Autor dann noch interviewt und als Überraschung besuchte Nils Mohl am Tag drauf die Klasse in ihrer Schule. Dabei entstand der letzte Eintrag im Videotagebuch gemeinsam mit Autor und Klasse.

Verdientermaßen hat dieses wunderbare Projekt beim Wettbewerb „Kinder zum Olymp! Schulen kooperieren mit Kultur“ in der Kategorie Literatur gewonnen! 

Nils Mohl goes Import Export – Eindrücke von Gastblogger Andrei C. (18)

Als ich durch die Eingangstür der Veranstaltung gekommen bin, dachte ich mir erst, dass hier eine Disco stattfinden wird und keine Lesung. Die Leute kauften Bier und redeten in vielen Sprachen miteinander.

Der Saal im Import Export; war völlig überfüllt, die Leute mussten teilweise stehen. Den ersten Teil der Veranstaltung übernahm DJ Quirin. Er legte Musik auf, bis dann schließlich Nils Mohl auf der Bühne auftauchte. Für mich, und ich denke für viele andere auch, war die Veranstaltung eine Premiere. Das, was Nils Mohl uns präsentierte, nannte er eine Sitzdisco. Etwas, was ich davor noch nicht kannte.

Am Anfang las er die Kurzgeschichte Birth. School. Work. Death. aus dem Buch: Ich wäre tendenziell für ein Happy End. Gleich fiel mir auf, dass Herr Mohl eine ganz spezielle Art hat zu schreiben. Er benutzte ungewöhnliche Ausdrücke wie schweißköpfige Aliens;, die das Publikum zum Lachen brachten. Auffällig war auch, dass der Autor sehr gut seine Texte lesen kann. Das ist nicht selbstverständlich. Außerdem wird auch viel Umgangssprache verwendet, die den Text einfach und verständlich macht. Nach der Lesung des ersten Buches gab es eine Break, in der alle ihre Getränke nachfüllen konnten. Danach hat Nils Mohl über das Besondere am White Ravens Festival gesprochen. Zum Beispiel, dass das Festival die Möglichkeit gibt, Menschen zu treffen, von denen man nie die Chance gehabt hätte sie wo anders kennen zu lernen. Bei der Lesung aus dem Buch „Es war einmal Indianerland“ wurde dann zwischendurch immer wieder Musik eingespielt wie zum Beispiel Today; von den Smashing Pumpkins. Nils meinte, dass man sein Buch am Anfang nicht so gut verstehen kann und dass man dem Autor einfach bis zum Schluss vertrauen sollte. Anfangs wollte Nils Mohl gar kein Jugendbuchautor sein, das dachte er zumindest. Außerdem wollte er nicht, dass jemand Probleme auf dem Pausenhof bekommt, wenn man eines seiner Bücher bei einem Schüler in der Schultasche gefunden hätte.

Zusammenfassend finde ich, dass der Jugendbuchautor ein sehr humorvoller und sympathischer Mann ist. Zwischen den einzelnen Passagen macht er immer wieder Pausen, um Musik einspielen zu lassen. Er fragt dann das Publikum, ob jemand den Soundtrack kennt. Als das Lied Spoiled von Sebadoh keiner kannte, wollte er dem Publikum etwas musikalische Späterziehung mitgeben. Während der gesamten Lesung hat er 14 Songs einspielen lassen und jedes Mal hat er das Publikum gefragt von wem das Lied sei und wie es heißt. Er meint, dass ihn viele Lieder inspiriert und ihm neue Ideen gegeben haben. Ich denke, dass sich in seinen Büchern ein Hintergedanke verbirgt. Wie er selbst sagt, will er die Welt mit seinen Büchern verbessern. Herr Mohl ist in Hamburg groß; geworden, wo er nach der Schule aber gleich weggegangen ist, um unter anderem in Weimar zu studieren. In seinen Romanen kann man an einigen Stellen sehr deutlich erkennen, dass er sich auf seine Heimatstadt bezieht. Nach der Lesung wird die Musik lauter gemacht und die Sitzdisco verwandelte sich in eine Stehdisco.

Tja, die Sitzdisko war wirklich interessant, so wie auch die kurze Unterhaltung mit dem Autoren (der sich mal einen Stift zum signieren zulegen sollte 😉 )

Birth, School, Work, Death war für mich das Highlight der Lesung. Mit seiner humoristischen Absurdität erinnerte er mich ein wenig an Douglas Adams, während der Stil mit fragmentierter und verkürzter Sprache seinen eigenen Rhythmus fand. Die Musik am besten gleich als i-tunes playlist anlegen!

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