raus! Jugendliteraturcamp 2022 – Kooperationsprojekt zu Natur und Literatur

von Verena Wössner

Mit dem Bildungsprojekt raus! Jugendliteraturcamp 2022 haben sich die Kooperationspartner Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, das Junge Literaturhaus Köln und die Internationale Jugendbibliothek in München zusammengeschlossen, um gemeinsam mit Jugendlichen eine Verknüpfung zwischen Natur und Literatur herzustellen. Was macht Natur mit uns, wenn wir uns trauen hinzuschauen und hinzuhören, sie mit allen Sinnen zu erfahren? Und wie können diese Erfahrungen mit anderen geteilt werden?

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WasserWerke – Ein lyrisch-musikalisches Projekt in Kooperation mit BRSOeducation

von Katharina Moll

Rund um die Blutenburg an der Würm lauschen wir ganz gespannt dem Wasser an einem sonnigen Morgen im Mai. Ein Mückenschwarm schwebt über der Wasseroberfläche an uns vorbei und lässt einen Morgengruß da. Der weiß blühende Holunderbaum riecht so lecker nach frischer Limonade! Die Vögel stimmen in das Wassergeplätscher mit ein und plötzlich da, was war das für ein Gluckern? Ein kleiner Frosch?

Kinder stehen mit Zettel und Stift an einem Fluss
© Katharina Moll

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Die verbindende Kraft des Schreibens

„Junge Literatur live!“ – mehr als eine Lesung

von Manfred Schiefer

Wohin kann ein Paar roter Schuhe dich führen? Welche Geschichte stellt sich ein, wenn das geografische Referenzsystem „what3words“ die Worte „sommerlich“, „Popcorn“ und „Wolf“ vorgibt? Die überraschenden Antworten auf diese und weitere merkwürdige Fragen hat das begeisterte Publikum der Lesung „Junge Literatur live!“ am vergangenen Freitag, den 19. November 2021, in der Internationalen Jugendbibliothek erfahren. Neun der zwölf Teilnehmenden der zweijährigen Werkstatt für junge Autorinnen und Autoren haben in einer fulminanten Lesung die Macht der Fantasie demonstriert, die Vielfalt kreativer Einfälle aufgezeigt und ihr Sprachtalent bewiesen. Weiterlesen

Das Blutenburger Sommermärchen

Dieser Sommer ist anders als andere – wir oft haben wir diesen Satz in den letzten Wochen gehört?

Zu oft!
Für das Team der Internationalen Jugendbibliothek stand bereits Anfang Juni (also vor dem meteorologischen Sommerbeginn) fest, dass die Sommermonate definitiv anders werden würden als in den Jahren zuvor, denn eine Idee war geboren: Die Blutenburger Sommerbühne.

Innerhalb von 3 Wochen konzipierte das Team aus Grafik, Presse- und Programmarbeit zusammen mit Verwaltung und Direktion ein buntes Bühnenprogramm für Kinder, Familien und Erwachsene. Künstler wurden angefragt, eine Bühne organisiert, Flyer gedruckt, ein Hygienekonzept erarbeitet und das alles unter Vorbehalt! Niemand konnte wissen, ob Corona uns nicht in letzter Sekunde doch einen Strich durch die Rechnung machen würde.

Doch wir hatten Glück!

Glück mit den Künstlern, die sich über (endlich wieder!) Auftrittsmöglichkeiten freuten, mit dem Publikum, das unendlich dankbar war, das (endlich wieder!) Kultur stattfinden konnte, mit externen Veranstaltern, die erfreut waren, eine Open Air Bühne bespielen zu dürfen und zu guter Letzt: Glück mit dem Wetter!

Vier Mal war unsere Sommerbühne ausverkauft mit großen Namen der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur; Margit Auer („Die Schule der magischen Tiere“), Erhard Dietl („Die Olchis“), Katja Brandis („Woodwalkers“ und „Seawalkers“) und Paul Maar („Das Sams“) und vier Mal konnten wir dem Regen, manchmal gerade so, entgehen.

Schauspieler lasen Kinderbuchklassiker, die Kleinste Bühne der Welt war zu Besuch ebenso das Kindertheater im Fraunhofer, Katharina Ritter erzählte Märchen und Sagen und das Clowneske Theater nahm uns mit auf ihre Reise zum Bücherschatz. Es wurde an Staffeleien gemalt und der japanischen Erzählform Kamishibai gelauscht.

Ja, dieser Sommer war anders in der IJB, aber er war definitiv schön. In diesen unsicheren Zeiten konnten wir als Team ein Stück Kultur bieten, das dankbar angenommen wurde, von Künstlern, Veranstaltern und vor allem dem Publikum.

Wir blicken zurück auf 8 Sommerwochen mit einem bunten Programm und vielen einzigartigen Momenten!

Danke!

Hinweis: Im Text wird für das bessere Leseverständnis die männliche Form genutzt. Selbstverständlich ist damit auch die weibliche Form gemeint.

literaturCAMP – Eine Rückschau

Am 8./9. Februar 2020 fand zum ersten Mal das literaturCAMP statt. Junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren waren eingeladen, der Frage „Kann Lesen die Welt verändern?“ nachzugehen.
Wer nicht dabei sein konnte kann hier nachlesen, wie das Wochenende gelaufen ist:

Ich finde es ungerecht, dass…

Ungerechtigkeit! Die gibt es in der ganzen Welt, die gibt es tagtäglich – sie ist einfach immer da. Aber was kann man dagegen tun? Kann man denn etwas tun?

Wir probieren es, wie auch sonst als Internationale Jugendbibliothek, mit Lesen. Wir wollten dieses Mal Jugendlichen, die Leser also, zu Wort kommen lassen und ihre Meinungen einfangen. Und so haben wir sie zu einem gemeinsamen Wochenende eingeladen. Zusammen mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und dem Literaturhaus München veranstaltete die Internationale Jugendbibliothek am 8. und 9. Februar das erste literaturCAMP. Mit dem Ziel, sich zusammenzusetzen und über Bücher, die Ungerechtigkeiten thematisieren, zu reden, zu schreiben und sich auszutauschen.

Die Themenvielfalt, das Interesse der Jugendlichen und deren Gesprächsbereitschaft lassen sich dabei kaum in Worte fassen. Es ging um die Grenze zwischen moralisch richtig und gesetzlich erlaubt, um Ungerechtigkeit und Vorurteile und um den Unterschied zwischen Ungerechtigkeit und Pech. Es wurde über Sexismus, Rassismus, soziale Diskriminierung und von dem Glück, in einem stabilen Umfeld und in einem reichen Land wie Deutschland aufwachsen zu dürfen, gesprochen.

Dass es aber auch hier in Deutschland nicht immer gerecht zuging (und noch zugeht), zeigte nicht zuletzt Manja Präkels, die Autorin des Romans ‚Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß‘, die am Samstagabend zu einer Lesung ins Literaturhaus gekommen war. Der Roman erzählt, autobiografisch untergelegt, von einer Kindheit und Jugend in der DDR in einem kleinen Kaff nahe Berlins, vom Zusammenbruch der DDR und der Wende, die die DDR-Gesellschaft und die Menschen zutiefst erschütterte und u.a. eine Welle von rechtsradikalem Hass und Terror auslöste.

„Man kann nicht unendlich viel Freundlichkeit in die Welt bringen.“ Sagte die Philosophieprofessorin Christine Bratu, die zusammen mit dem Autor Tobias Elsässer das Wochenende moderierte. Nach dem kommunikationsfreudigen Samstag ging es am Sonntag um das Schreiben, das Erleben, das wirklich etwas verändern und nicht „nur“ darüber reden. Literatur kann uns aufs Glatteis führen und uns aber genau deshalb dazu bringen, andere Perspektiven anzunehmen. Unter diesem Motto lud der Autor Tobias Elsässer zu einem Workshop zum emphatischen Schreiben ein. Christine Bratu dachte mit ihrer Gruppe darüber nach, wo Intimität anfängt und aufhört, während die SZ Journalistin Mareike Nieberding eine andere Gruppe Jugendlicher in die Fußgängerzone schickte, wo sie Passanten interviewten, und später verschiedene journalistische Textformen ausprobierten.

Und was ist das Ergebnis des Ganzen? Was bringt Jugendliche im Alter von 14- 18 Jahren dazu, ein ganzes Wochenende, über hochpolitische, hoch philosophische und hoch umstrittene Fragen zu diskutieren?

Antworten haben sie parat: Das literaturCAMP bot ihnen Raum, sich über die Themen zu unterhalten, die ihnen wichtig sind. Doch was ebenso bedeutend ist: Hier fanden sie die passenden Gesprächspartner dazu und zwar solche, die sie sonst nicht unbedingt in ihrem sozialen und schulischen Umfeld finden.

Ja, die Welt ist ungerecht! Aber ja – wir können etwas verändern und das nicht zuletzt mit Hilfe der Literatur!

Wer mehr über das literaturCAMP erfahren möchte und darüber was an diesem Wochenende alles Spannendes passierte, ist herzlich eingeladen, auf Instagram alles nachzuerleben.

tk

Eine Kooperation von:kooperationsleiste CAMP

Gefördert von:Förderleiste CAMP

literaturCAMP 2020 – Restplätze frei!

Kann Lesen Deine Welt verändern?
Dieser Frage wollen wir mit Leuten zwischen 15 und 18 Jahren nachgehen.

Im literaturCAMP triffst du auf eine Philosophin, eine Journalistin und einen Autor, die mit euch arbeiten und diskutieren. Im Plenum, in Workshops, auf und vor der Bühne. Es wird geredet, geschrieben, performt.

Lass uns mit Worten Welten bauen. Zwischen Insta-Story, WhatsApp und Youtube. Dort, wo Wirklichkeit und Fiktion aufeinandertreffen und alles Geschichte wird. Auch deine Geschichte.

Wann?
8. und 9. Februar 2020

Wo?
Literaturhaus München

Du bist interessiert? Dann melde dich hier an. Die Teilnahme ist kostenlos.

Programm

Eine Kooperation von:

 

 

Gefördert von:

Rotkäppchen in der Großstadt – Lehrerfortbildung zu Grimms Märchen

Am 28. Mai begrüßte die Internationale Jugendbibliothek etwa 60 Grund- und Mittelschullehrer*innen zur Fortbildung des Arbeitskreises Lese- und Literaturförderung des Schulamts München. Bereits seit 1998 besteht der AK Lese- und Literaturförderung, der auf Initiative der Internationalen Jugendbibliothek gegründet wurde und seitdem jährlich eine Fortbildung zur Literaturvermittlung auf Schloss Blutenburg gibt.

Bei dem diesjährigen gemeinsamen Projekt mit dem Arbeitskreis Lese- und Literaturförderung drehte sich alles um Neuinterpretationen der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Weiterlesen

Schamlos – Auftakt zur Reihe Links, rechts, oben, unten, mittendrin, außen vor

Autorin Nancy Herz in der Internationalen Jugendbibliothek

Lesung Samuel-Heinicke-Realschule

(Ex-)Muslimas, Autorinnen und Feministinnen: Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz haben mit ihrem Buch Schamlos für großes Aufsehen in Norwegen gesorgt. Hier  thematisieren die in den Medien als „schamlose Mädchen“ bekannten jungen Frauen, wie durch (absurde) Ratschläge, Verhaltensregeln und einen patriarchalischen Sitten- und Ehrenkodex die Freiheit von Mädchen und Frauen beschnitten werden . Als Plädoyer für Selbstbestimmung und Entfaltungsmöglichkeiten wurde Schamlos u.a. mit dem Ehrenpreis Fritt Ord ausgezeichnet.

Schulklassenlesungen mit Nancy Herz

Am 23./24. Mai hatten Schüler*innen der Samuel-Heinicke-Realschule und der Bavarian International School die Möglichkeit mit Nancy Herz das Buch Schamlos zu besprechen. Begleitet wurde Nancy dabei von Dr. Ines Galling von der IJB, die als Übersetzerin und Diskussionspartnerin fungierte. Weiterlesen

Kinderbücher aus der arabischen Welt

Am Dienstag, 7.Mai, luden die Internationale Jugendbibliothek und die Stadtbibliothek Am Gasteig zu einer ganz besonderen Veranstaltung mit einer literarisch-musikalischen Reise durch die arabischsprachige Kinderliteratur! Weiterlesen

“Tell us about Momo” – video competition winner Khaled Cholha visits the International Youth Library

Samir Éditeur, Goethe-Institute Lebanon and Assabil started the video competition „Raconte-nous Momo !“ in cooperation with the IYL on the occasion of the publication of Michael Ende’s Momo in Arabic. They invited young people from 10-14 years to talk about Momo in a 2-min video in Lebanon and Jordan. A Jury composed by Amira Elmasry (Goethe-Institut), Cathy Khattar (Assabil) and Ebtihal Shedid (translator of Momo in Arabic) chose 7 finalists: Shared on the social media channels, Khaleds video was the most liked and shared and he won the first prize: A trip to the Bavarian capital Munich! Weiterlesen