Krüss´ Texte sind „ein Schmankerl“ für jeden Illustrator

In der Ausstellung „Wenn die Möpse Schnäpse trinken“ kann man viele unterschiedliche Illustrationen zu den Texten von James Krüss finden. Dabei stellen sich die Besucher die Frage, wie die Illustratorinnen darauf gekommen sind, die Texte auf diese unterschiedlichen Weisen bildnerisch umzusetzen. In dem Werkstattgespräch mit Verena Ballhaus, Rotraut Susanne Berner und Martina Mair wurde diese Frage mehrfach beantwortet.

In erster Linie waren alle drei Illustratorinnen begeistert von James Krüss´ Sprache und der Vielfalt und Kreativität, die sich darin widerspiegelt. Krüss´ „Mein Urgroßvater und ich“ begleitet Rotraut Susanne Berner schon von Kindesbeinen an und inspiriert sie bis heute zu eigenen Reimen und Wortspielereien. Für Verena Ballhaus spielt die Musikalität von Krüss´ Texten eine wichtige Rolle und sie bezeichnet ihre Arbeit als Komposition, da sie Text und Bild verbindet. Ihre Illustrationen geben den Text nicht nur bildnerisch wieder, sondern ergänzen, erweitern und verdichten diesen. Martina Mair kam mit den Texten von James Krüss durch ihren ersten Auftrag als Illustratorin in Kontakt. Die Vielfalt der Sprache machte diese Texte für sie zu einem „Schmankerl als Einsteigerin“, da die Texte viel Freiheit und eigene Kreativität zulassen.

Jutta Reusch, Martina Mair, Rotraut Susanne Berner, Verena Ballhaus (von links nach rechts)

Jutta Reusch, Martina Mair, Rotraut Susanne Berner, Verena Ballhaus (von links nach rechts)

Eine Einzigartigkeit in Krüss´ Texten besteht auch darin, dass sie trotz ihrer formalen Strenge aufgrund der Reime ein hohes Maß an Leichtigkeit beinhalten und viele Interpretationsmöglichkeiten zulassen. Die Illustrationen sind daher zum Teil als „Zitate“ zu betrachten, können aber ebenso eine Fortführung oder Veränderung des Textes in der Bildsprache darstellen.

In einem Punkt waren sich die drei Illustratorinnenn einig: Die Sprachvielfalt, Reime und Wortspielereinen in James Krüss´ Texten bereiten Spaß und inspirieren den Leser. Sie eröffnen auch heute noch einen leichten und kreativen Zugang zu der Beschäftigung mit der deutschen Sprache. Daher gehören sie ihrer Meinung nach in jeden Deutschunterricht, damit die Kinder Spaß am Lesen und Dichten bekommen …doch „leider fragt sie keiner.“ 😉

Sophia Heißbauer

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