Lust am Schreiben, Erzählen und Zuhören!

Gackernde Hühner auf Gebärdensprache, Schreiben als Berufung
und Reisen durch bloßes Zuhören

Die Festivalwoche ging am Mittwoch und Donnerstag mit demselben Tempo weiter – während weiterhin ganz Bayern bespielt wurde, gaben die ‚Rückkehrer’ in Schulklassenlesungen auf Schloss Blutenburg ihr Bestes:

Carsten Teich und Eva Muszynski

Carsten Teich und Eva Muszynski

Unter der Leitung von Karsten Teich und Eva Muszynski und ihrem Cowboy Klaus verwandelte sich eine Hundertschaft Erstleser in gackernde Hühner, die Gebärdendolmetscherin schlug dabei ebenso engagiert mit den Flügeln wie Eva Muszynski – und wie wohl der Hühner-Boss Mari-Hatschi auf Gebärdensprache aussah?

Tamara Bach und Ines Galling

Tamara Bach und Ines Galling

Nebenan wurden leisere Töne angeschlagen: Tamara Bach sprach vor einem (fast nur) weiblichen Publikum über die Bedeutung von Zufall und Möglichkeiten im Leben von Mutter und Tochter in ihrem Roman Marienbilder. Schreiben ist für die Autorin ein Drang, dem sie meistens nachgibt und schon mal von einer Party nach Hause geht, um endlich wieder bei ihren Figuren zu sein.

Jean-Claude Mourlevat unterhielt sich in einer angenehmen Mischung aus deutsch und DSC_0133französisch mit den Schülern und Schülerinnen des Asam-Gymnasiums, und bewegte sich dabei genauso fließend zwischen den Genres: Science Fiction, Märchen oder Realistischer Roman – alle Einflüsse werden aufgegriffen!

Der Donnerstag begann und endete mit Hermann Schulz: Auch bei seiner Lesung aus dem Buch Mandela und Nelson war die begleitende Gebärdendolmetscherin wieder vor Ort. Hermann Schulz’ intensiver Erzählstil nahm alle Zuhörer in seinen Bann. Die zweite Lesung aus seinem neuesten Roman Warum wir Günther umbringen wollten wurde mit einem kurzen, aber aufwühlenden Theaterstück der Mittelschule Lerchenfeld aus Freising eröffnet und danach wollte die Signierschlange gar nicht mehr enden.DSC_0089

Parallel las der kolumbianische Autor Francisco Montaña Ibáñez aus seinem erfolgreichen Roman No comas renacuajos und brachte den Schülern die oft harte Realität einer Kindheit in seiner Heimat nahe, ohne die Kraft der Freundschaft und menschlicher Nähe als möglichen Hoffnungsträger aus den Augen zu verlieren.

Zwei weitere Festivaltage voller Lust am Schreiben und Erzählen, neugieriger Fragen und interkulturellem Austausch!

Francisco Montaña Ibáñez

Francisco Montaña Ibáñez

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lisa Fiedler
Programmabteilung.

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