Altwerden ist nichts für Feiglinge? Jungsein auch nicht

Ben schraubt an einem Tuk-Tuk und füttert seinen Großvater.
Till kommt nicht mehr aus seinem Zimmer und kauft sich einen Leguan.
Mae hütet rote Chucks wie einen Schatz und sammelt die Haare des Freundes in einer Tupperdose.

Ben, Till und Mae sind jung und getrieben von der Frage: Wohin mit mir? Sie hadern mit sich und mit der Welt, und Selbstzweifel, Überdruss und Orientierungslosigkeit münden in Anpassung Protest, Resignation. Ben, Till und Mae sind Suchende, sie wollen Antworten – und stehen ihnen dann skeptisch gegenüber. Sie sehnen sich nach Nähe und haben Angst vor ihr. Manchmal sind sie übermannt von Wut, dann wieder von Lethargie. Rolf Lappert, Kevin Kuhn und Cornelia Travnicek schildern in ihren Romanen „Pampa Blues“, „Hikikomori“ und „Chucks“ mit großer erzählerischer Intensität, dass das Erwachsenwerden (und das Erwachsensein) kein Sparziergang ist. Alles easy, alles lässig? Nee. Dennoch ist nicht alles tiefstes Dunkelschwarz – dank Galgenhumor und Selbstironie. Und manchmal, manchmal wird der Kopf ausgeschaltet und alles fühlt sich gut an. Zumindest für einen Moment.

Das Autorenforum 17 Jahr am 24. und 25. Oktober 2013 widmet sich der literarischen Gestaltung des Erwachsenwerdens und diskutiert zudem, wie der Adoleszenzroman die Grenzen zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur auflöst.

Kevin Kuhn wurde 1981 in Göttingen geboren. Er studierte u. a. Kreatives Schreiben an der Universität Hildesheim, wo er inzwischen selbst unterrichtet. „Hikikomori“ ist sein hoch gelobtes Romandebüt, Kevin Kuhn veröffentlicht außerdem Kurzgeschichten und Essays in Anthologien und Zeitschriften.

Rolf Lappert ist Jahrgang 1958 und stammt aus Zürich. Er schreibt neben Lyrik und Prosa auch Drehbücher. Für sein Werk hat er viele Preise bekommen, zuletzt 2012 den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis für „Pampa Blues“. Mit diesem Buch ist er auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013 nominiert.

Cornelia Travnicek studierte Sinologie in Wien und schreibt
u. a. Gedichte und Kurzgeschichten. Ihr Romandebüt „Chucks“ wurde in der Presse begeistert aufgenommen und in diesem Jahr mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur Stipendium ausgezeichnet. Cornelia Travnicek wurde 1987 in St. Pölten geboren.


Adoleszenz Vortrag von Dr. Ines Galling

Programm

Übrigens: Am 20. Oktober 2013 findet von 19 bis 20 Uhr ein Meet n‘ Tweet mit Cornelia Tranvicek statt.

Advertisements

10 Gedanken zu „Altwerden ist nichts für Feiglinge? Jungsein auch nicht

  1. Pingback: #mnt – 1. Meet n’ Tweet | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  2. Pingback: Stipendiaten 2013 | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  3. Was für eine tolle Veranstaltung!!! Ich würde total gerne teilnehmen und auch durch die Brille eines Jugendforschers die Geschichten sehen und mit den Autoren sprechen. Leider bin ich verhindert, hoffe aber, dass ihr sowas unbedingt wieder organisiert. Beste Grüße, Simon

  4. Pingback: Was ist los im Oktober | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  5. Pingback: Durchgelaufen | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  6. Pingback: Selbstfindung durch Rückzug? | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  7. Pingback: Ende gut, alles gut | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  8. Pingback: carsten nicolai . future past perfect pt. 03 | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  9. Pingback: Till trifft Ben trifft Mae | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s