Die James-Krüss-Erbengemeinschaft

Die Preisstifter des James-Krüss-Preises: Fünf „waschechte“ Helgoländer – drei Nichten, ein Neffe und eine Schwägerin von James Krüss zusammen mit seinem LebensgefährtenBild © Bettina Köhn

Die Erbengemeinschaft hat sich nach dem Tod des berühmten Verwandten mit aller Kraft dafür eingesetzt, dass das Werk von James Krüss erhalten und die Erinnerung an ihn wach bleibt. Das scheint gelungen: Immer wieder erfahren sie bei Veranstaltungen an Schulen, im Museumshof auf Helgoland, in Gesprächen und durch Briefe, dass Kinder und Erwachsene James’ Texte auch heute noch lieben. „Vor allem seine Sprachspielerei, der schöne Unsinn in Versen, findet großen Anklang!“, so die Sprecherin der Erbengemeinschaft, Kirsten Rickmers-Liebau. „Mit dem James-Krüss-Preis wollen wir Autoren fördern, deren Werk eine ähnliche Kraft hat, wie das von James. Bücher und Geschichten, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern und über Nationalitäten und Generationen hinweg gerne gelesen und vorgelesen werden.“

Persönliche Erinnerungen an den Onkel:
Als ich 5 Jahre alt war, 1961, erschien der Gedichtband „Der wohltemperierte Leierkasten“. Mein Lieblingsgedicht daraus war „Kennt Ihr schon die Stadt Tempone?“, das meine Eltern mir anfangs vorlasen und das ich später immer wieder selbst las und natürlich auch auswendig lernte. Das Gedicht regte meine Phantasie an, und ich stellte mir die verkehrte Welt lebhaft vor. (Karen Simon)

Natürlich gab es in unserer Familie auch die Schallplatte „Der Sängerkrieg der Heidehasen“. Ich hörte diese Platte immer und immer wieder, oft gemeinsam mit meiner älteren Schwester Karen, allerdings nicht immer zur Freude unserer Eltern. Auch wenn ich damals den Text nicht ganz verstand, beeindruckte mich die schwungvolle und einprägsame Musik. Ich freue mich besonders, dass der „Sängerkrieg“ immer noch aufgeführt wird und Kinder und Erwachsene begeistert. (Volker Singer-Jürgensen)

Ich liege im Wohnzimmer auf dem Boden vor dem Plattenspieler und höre zum wiederholten Mal die Platte „Arthur der Träumer“. Arthur, der davon träumt, Rennfahrer zu werden oder Kapitän und dann doch seine wahre Bestimmung findet. Der „Sängerkrieg der Heidehasen“ war ja leider Dank meiner Geschwister und zum Glück meines Vaters kaum noch hörbar. Aber 30 Jahre später habe ich den „Sängerkrieg“ im Antiquariat erstanden (fast ohne Knistern und Knacken!) und zum Entsetzen meines Freundes glückselig und natürlich textfest auf dem Boden vor dem Plattenspieler gesessen. Das war ein wunderschönes Eintauchen in meine Kindheit. (Hella Singer)

1953 erschien James‘ erstes Bilderbuch, „Hanselmann reist um die Welt“ und ich kam auf die Welt. In den Folgejahren wurden viele, viele weitere Bücher von ihm veröffentlicht und ich bekam immer Exemplare mit Widmungen, persönlichen Worten, kleinen Zeichnungen und ähnlichem geschickt. Meine Lieblingswidmung ist aus Band zwei der „Florentine“-Bände: „Abermals kommt Florentine, diese wirklich wilde Biene und begrüßt auf Helgoland Kirsten, unten rechts am Strand.“ (Kirsten Rickmers-Liebau)

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3 Gedanken zu „Die James-Krüss-Erbengemeinschaft

  1. Pingback: James Krüss Award for International Children’s and Youth Literature | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  2. Pingback: Joke van Leeuwen mit dem James Krüss Preis 2013 ausgezeichnet | Internationale Jugendbibliothek / International Youth Library

  3. Ich eroeffne im Juli die Kinder- und Jugendbuchhandlung “ Die kleine Leseinsel “ Dieser Name
    Hat auch etwas mit meiner Liebe zu den Buechern von James Kruess zu tun. Ich war 1976 im Alter von 12 Jahren auf Amrum. Dort las ich Mein Urgrossvater und ich.
    Unvergesslich, wunderbar!!! Wo immer du auch bist Herr Kruess – Danke ! Mit lieben Gruessen
    Heike Klein

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